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Obwohl der FC St.Gallen am Samstag kein Spiel zu bestreiten hatte, war doch irgendwie Matchtag. Denn «Hüt isch Match» heisst die neueste Ausgabe des SENF. Am Release erzählte der Enkeln von Ky-Bun Park, wie ergriffen sein Grossvater war, als er vom neuen St.Galler Stadionname erfuhr.

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Am Samstag durften wir die mittlerweile sechste Ausgabe des SENF der Öffentlichkeit präsentieren. In der neusten Ausgabe haben wir uns mit den verschiedensten Facetten eines Heimspiels befasst und festgestellt, dass ein Matchtag eine Anhäufung von Ritualen ist.

Ähnlich verhält es sich mit dem Release einer neuen SENF-Ausgabe. Dass der offizielle Beginn eigentlich auf 20 Uhr angesetzt wird, jene Zeit aber stets um mindestens 15 Minuten nach hinten korrigiert werden muss, ist beinahe schon ein ungeschriebenes Gesetz.

Mit der Streetparade, dem Sur le Lac und der Präsentation des neuen SENF fanden an diesem Samstag gleich drei Grossanlässe statt, die sich gegenseitig Besucher streitig machten. Der unverhofft milde Sommerabend tat sein Übriges. Um die 40 Fussball- und Sprachinteressierte fanden sich aber dennoch im Fanlokal ein. Unter ihnen auch Ralph Weibel alias «dä vom OLMA-Video» und Ky-Bun Parks Enkel.

Die beiden waren die Hauptprotagonisten des Abends und erörterten die Vergangenheit des ehemaligen südkoreanischen Nationalspielers Ky-Bun Park, der neu als Namensgeber des St.Galler Stadions fungiert. FM1-Mann Weibel übersetzte Parks Ausführungen stilecht mit Kopfhörer, unsicherem Nicken und verzögerten Antworten. Parks Enkel erzählte davon, wie sein Grossvater nach Publikwerden des neuen Stadionnamens einen Hund verspeiste. Oder, dass Ky-Bun Park in Südkorea das sei, was in Argentinien Maradona, in Brasilien Pele und in Deutschland Beckenbauer sei. Die Lacher waren überschaubar. Aber nicht etwa, weil es an humoristischer Tiefe fehlte, sondern vielmehr, weil noch nicht jedem klar schien, dass sich wohlkalkulierte Fiktion abspielte.

Weitere Hintergründe zu Ky-Bun Parks St.Galler Vergangenheit und dessen Leben gibt es im neuen SENF zu lesen. Wir dürfen an dieser Stelle aber verraten: Vieles in der Biographie von Ky-Bun Park ist tatsächlich so geschehen. Nach dem Interview wurde im Fanlokal bereits eifrig gelesen und diskutiert. Über Hitzfelds Meinung zu Halbzeitansprachen, über den legendären Stadionspeaker Richard Fischbacher, über 90 Minuten im Espenblock. Besonders schön zu beobachten war es, wie Ralph Weibel und Jeong Soo Lee noch eine halbe Stunde zusammen an einem Tisch sassen und sich angeregt unterhielten.

Auch an diesem Abend war Rituelles auszumachen. Der Austausch über eben Erlebtes, untermalt von Musik und kühlem Bier – fast wie nach einem Spiel unseres FC St.Gallen.

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Zu kaufen gibts den neuen SENF unter diesem Link, aber auch an den Heimspielen des FC St.Gallen.


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Vom 1. bis 3. September finden bereits zum zweiten Mal die Fussballlichtspiele St.Gallen statt. Die Verantwortlichen haben heute das Programm veröffentlicht.

Fussballlichtspiele 2016

Wie bereits vor einem Jahr, als die Fussballlichtspiele St.Gallen ihre Premiere feierten, ist auch dieses Jahr SENF als Medienpartner mit von der Partie. Wir haben uns deswegen das Programm genauer angesehen und einige ausgewählte Empfehlungen zusammengestellt, was man dieses Jahr auf keinen Fall verpassen darf.

Highlights gibts auch beim zweiten Durchgang wieder einige: sowohl «Sons of Ben» wie auch «I Believe in Miracles» sind zum ersten Mal überhaupt mit deutschen Untertiteln zu sehen. Und «Zlatan – Ihr redet, ich spiele» muss man gesehen haben. Der Film zeigt – zum ersten Mal auf einer Schweizer Leinwand – rare Szenen aus den jungen Jahren von Ibrahimovic, als dieser noch nicht der ganzen Welt als Ausnahmespieler bekannt war.

Wer wie wir findet, dass man als interessierte/r Fussball-Fan oder Film-Liebhaber/in schlicht den Festival-Bändel posten und alle drei Tage das volle Programm verfolgen sollte, kann sich nachfolgend einen Programmüberblick verschaffen. An der Festivalkasse im Kino Tiffany gibts neben dem Festivalpass auch Tickets für einzelne Tage zu kaufen.

Weitere Informationen zum Festival und zu den Filmen sind unter www.fussballlichtspiele.ch zu finden.

Donnerstag, 1. September
17.30 – Türöffnung
18.45 – Eröffnung Fussballlichtspiele St.Gallen 2016
19.00 – Vi är bäst ändå / This is Söderstadion
Anschl. – Podiumsdiskussion
21:30 – Sons of Ben

Freitag, 2. September
17:00 – Türöffnung
18:00 – The Damned United
20:45 – I Believe in Miracles
23:00 – Konzert

Samstag, 3. September
13:00 – Türöffnung
14:00 – White, Blue and White
15:15 – 11mm Kurzfilmblock
17:00 – Zweikämpfer
19:45 – ZWÖLF präsentiert Fussball im TV und Film
21:00 – Den unge Zlatan / Zlatan – Ihr redet, ich spiele


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SENF06_Cover-Vorbestellung

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wir stehen morgens meist zur gleichen Zeit auf, um dem genau gleichen Tagesablauf zu folgen: Wir gehen zur gleichen Zeit zur Arbeit, essen zur gleichen Zeit zu Mittag, arbeiten weiter und verlassen den Arbeitsplatz wieder zur gleichen Zeit.

Auch der Besuch eines Fussballspiels hat etwas Rituelles. Regelmässige Stadiongänger folgen beim Stadionbesuch ebenfalls einem gewissen Ablauf. Sei dies durch die Wahl der immer gleichen Fussball-Kluft, dem Beharren auf dem eigenen Platz im Stadion, der individuellen Verarbeitung von Niederlagen oder dem ritualisierten Feiern eines Sieges.

So sehr solche ritualisierten Handlungen zum individuellen Besuch eines Fussballspiels gehören, so sehr verengen sie mit der Zeit auch die Sicht auf den Matchtag. Mit der sechsten Ausgabe des SENF geben wir Gegensteuer. Wir haben einen Spieltag aus der Perspektive des Espenblocks und der Gegentribüne sowie von der Trainerposition am Spielfeldrand aus verfolgt.

Zudem haben wir uns mit Ottmar Hitzfeld unterhalten, Fans bei der bierseligen Niederlagenverarbeitung belauscht und uns mit dem Stadionsprecher Richard Fischbacher unterhalten. Und natürlich präsentieren wir – wie versprochen – exklusiv die Biografie von Ky-Bun Park, jenem ehemaligen südkoreanischen Nationalspieler, der seit wenigen Wochen als Namensgeber für unser Stadion fungiert.

Der Release der neusten Ausgabe findet am Samstag, 13. August, im Fanlokal statt (zur Facebook-Veranstaltung). Türöffnung ist um 19.00 Uhr, los gehts um 20.00 Uhr. Wer den SENF jetzt schon vorbestellen will, kann das hier tun.


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SENF06_Cover

Der Besuch eines Fussballspiels hat meist etwas Ritualisiertes. Man holt sich am gleichen Ort eine Wurst, trinkt ein Bier mit den gleichen Kollegen, steht im Stadion am gleichen Platz. Das birgt die Gefahr, dass die Sicht auf einen Matchtag mit der Zeit etwas verengt wird. Wir wollen dem Gegensteuer geben und haben einen Spieltag aus der Perspektive des Espenblocks und der Gegentribüne sowie von der Trainerposition am Spielfeldrand verfolgt. Zudem gibts im Interview mit Ottmar Hitzfeld Einblicke in den Traineralltag und im Gespräch mit Richard Fischbacher Infos zur Funktion des Stadionsprechers. Und wie versprochen liefern wir exklusiv die Biografie von Ky-Bun Park, dem ehemaligen südkoreanischen Nationalspieler, nach dem unser Stadion benannt ist.


HIER: SENF #06 BESTELLEN


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Felix Lauffer – FCSG-Fan auf der Gegentribüne – hat uns sein grün-weisses Fussball-ABC in Reimform zukommen lassen, das wir hier natürlich sehr gerne veröffentlichen.

Gegentribuene

Abstieg – Schreckgespenst für alle! –
soll nie mehr ein Thema sein.
Dafür setzen sich, so hofft man,
Vorstand, Trainer, Spieler ein.

Ballbesitz ist äusserst wichtig
für ein attraktives Spiel.
Führt er aber nicht zu Toren,
nützt er nicht besonders viel.

Continis Ex-St.Galler sind
bei ihm gewiss in guten Händen,
doch wollen den Vaduzer-Fluch
wir ein für alle Mal beenden.

Das Espenmoos ist längst Geschichte,
und auch Arena heissts nicht mehr.
Mit «kybunpark» tun sich die Leute,
so wie man hört, noch etwas schwer.

Ersatztorhüter Herzog ist
geduldig und loyal.
Das ehrt ihn sehr, denn er ist ja
nur selten erste Wahl.

Freistösse tritt er fabelhaft,
Aleksic, unser Star.
Man wünscht, es sei auch künftig so,
wie es schon mehrmals war.

Gaudino, jung und unverbraucht,
entzückt mit seiner Kunst
und steht darum beim Publikum
in allerhöchster Gunst.

Hefti setzt sich vorbildlich ein,
mit Kampf und Leidenschaft.
Als Youngster hat er darum früh
den Sprung ins Team geschafft.

Internationale Spiele
hätten alle liebend gern,
doch in aktueller Lage
bleiben sie unendlich fern.

Junge Spieler sind zu fördern,
das hat seine Gültigkeit.
Aber bis zur echten Reife
dauert es halt seine Zeit.

Karadeniz, zwar ein Hüne,
war nicht wirklich ein Gewinn.
Dass er auch schon wieder abreist,
ist durchaus in unserm Sinn.

Lopar, unser Super-Hüter!
Immer ist auf ihn Verlass.
Wenn er seine Klasse ausspielt,
macht der Fussball richtig Spass.

Mutsch, der Kämpfer mit viel Power,
ist für unser Team fürwahr
ein nachahmenswertes Beispiel
(trotz dem angegrauten Haar).

Nachspielzeit ist dann von Nutzen,
wenn die Mannschaft auch versteht,
dass ein wirkungsvoller Einsatz
bis zum Schlusspfiff weiter geht.

Offside-Regeln bieten häufig
Stoff für grosse Diskussion,
denn es prellen Fehlurteile
Skorer oft um ihren Lohn.

Penalty für unsern Gegner
ist nicht das, was uns gefällt.
Umso grösser ist der Jubel,
wenn ihn Dani sicher hält.

Qualität in unsrer Mannschaft
ist das dringendste Gebot,
denn sonst herrscht dann Ende Saison
wieder allergrösste Not.

Rückrunden sind nicht unsere Stärke,
das zeigte die Vergangenheit.
Dies künftig radikal zu ändern,
ist es nun wirklich höchste Zeit.

Stürmer, die auch endlich treffen,
sind bei uns unheimlich rar.
Gern würd‘ man sich einen wünschen,
wie es Zamorano war.

Tore müssen wir erzielen,
dafür gilt es erst einmal
echte Könner aufzutreiben
für das Angriffs-Personal.

Unterstützung braucht die Mannschaft,
damit sie den Sieg erringt.
Darum ist es äusserst wichtig,
dass der zwölfte Mann sie bringt.

Verletzungen gehören leider
zum Fussball, wie der Punkt zum i.
Auch wenn man sich das noch so wünschte,
ganz ohne geht es schliesslich nie.

Wunderdinge auf die Schnelle
schaffen, kann ein Trainer nicht.
Aber nach dem Einarbeiten
steht auch er dann in der Pflicht.

X-beliebig gilt für Spieler,
die vor langer Zeit als Kind
grosse Hoffnungsträger waren,
aber dann gestrandet sind.

Yverdon war einst auch Gegner,
aber das ist lange her.
Gegenwärtig gibt es diese
Konstellation nicht mehr.

Zuschauer hat der FCSG
gewiss die besten weit und breit.
In guten und in schlechten Tagen:
Sie halten zu ihm, jederzeit.