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Gegen Ende des Jahres 2005 zeichnete sich für den FC St.Gallen bereits eine weitere Übergangssaison ab. Gegen hinten genügend Abstand, gegen vorne kaum Chancen. Hutter & Mock waren im November 2005 aber sowieso mit der «Nati» beschäftigt, die in der zu zweifelhaftem Ruhm gekommenen Barrage gegen die Türkei den Einzug in den Europapokal schaffte. Ein bisschen St.Gallen gab es dennoch: Im Kader damals stand Tranquillo Barnetta.

Hutter stellte den Teller mit dem Tomaten-Mozzarella-Salat auf den Tisch. «Heute gilt nur rotweiss, Mock! Das fängt beim Essen an. Was hast du mitgebracht?» – Mock zauberte aus einer Tasche einen knallroten Apfel und legte ihn ohne Kommentar neben den Salat. Hutter versuchte, Mock in Stimmung zu bringen. Ein Wohnzimmer in der St.Galler Altstadt war nicht der ideale Ort, um sich das Spiel des Jahres anzusehen. Mock war sauer: «Jetzt sitzen im ‘Stade de Suisse’ all die kultivierten Menschen, die vor zehn Jahren bei einer Einladung zum Fussball noch die Nase gerümpft haben. Aber Fans wie du und ich, die das alte Wankdorf gefüllt haben, müssen heute draussen bleiben.»

Hutter füllte den Fressnapf mit einer Extra-Portion. Amoah und Rubio rasten daher. Während die zwei Katzen frassen, schnitzte Mock ein Schweizer Kreuz in den Apfel. Der slowakische Schiedsrichter pfiff die Partie an. Barnetta tanzte locker durch die türkische Verteidigung. Er widerlegte alle Vorurteile über St.Gallen: Tranquillo war kreativ, mutig, elegant. Ein Filou und Herzensbrecher, der Mitspieler und Fans ansteckte mit seiner Begeisterung. Barnetta vertrieb den kleinlichen Trotz auch aus Hutters Wohnzimmer und Mocks Augen begannen zu strahlen. «Ich nehme alles zurück, was ich je über Köbi und diese Mannschaft gesagt habe. Vogel mit seiner Ruhe und Übersicht ist Weltklasse. Senderos ein Leuchtturm in stürmischer See. Magnins Hingabe ein Geschenk. Da sind elf wahre Freunde auf dem Platz!»

Amoah und Rubio verfolgten aufmerksam jede Bewegung der beiden Fans vor dem Fernseher. Nach Senderos 1:0 schoss Mock aus dem Sofa in die Höhe und kippte den Mozzarella-Salat vom Tisch auf den Teppich. Amoah und Rubio stürzten sich darauf. Hutter lachte: «Verwüste diese Wohnung, Mock, mach was du willst, solange es uns an die WM bringt.» In der Pause rieb Mock mit einem Lappen auf dem Teppich herum und hörte dem von der «Nati» tief beeindruckten deutschen Fussballlehrer Daum zu. Hutter kehrte mit einer Ersatzverpflegung aus der Kälte zurück. «Kulinarisch haben wir die Barrage leider schon verloren.» Hutter drückte Mock einen Dürüm in die Hand. «Schneller gibt’s nichts.»

Nach der Pause deuteten die Türken an, warum sie die Deutschen kürzlich an die Wand gespielt hatten. Mock rutschte nervös auf dem Sofa herum und massierte Amoahs Rücken. Hutter tigerte durch die Wohnung und krümmte sich bei jedem verunglückten Konter der Schweizer. «Hat das denn nie ein Ende? Gut gespielt und doch nicht gewonnen, ein Leben lang. Warum?» – Mock zischte: «Schluss mit dem Gejammer. Wir kommen durch, dank Köbi. Der Mann hat einen siebten Sinn.» Endlich kam der Moment des Triumphs. Der einfache Mann aus Zürich-Wiedikon stopfte allen Besserwissern das Maul – mit einer einzigen Auswechslung: Kuhn brachte Behrami!

Drei Minuten später versenkte der Kosovo-Schweizer den Ball hinter Goalie Volkan zum 2:0 im Tor. Mock und Hutter sprangen auf und Mock stiess die Flasche mit dem Apfelsaft um. Rubio und Amoah sausten zum Fleck auf dem Teppich. Abpfiff. Mock holte einen Lappen in der Küche und wischte den Apfelsaft auf. Hutter trat hinaus auf den Balkon. Am Himmel leuchtete der Mond. Am Bohl hupten die Autos. Durch die Marktgasse rannten einige mit einer Schweizer Fahne. Es war fast wie im Mai 2000.


Die Geschichten von Hutter & Mock waren über Jahre fixer Bestandteil der St.Galler Matchvorbereitung. Die ersten 37 Folgen bis zum Abschluss der Rückrunde der Saison 2003/04 sind in einem Sammelband im Saiten-Verlag erschienen. Der Autor Daniel Kehl hat uns freundlicherweise die nachfolgenden, bisher nicht in Buchform erschienenen Episoden überlassen. Wir veröffentlichen in jeder Ausgabe des SENF eine Hutter & Mock-Episode, die erste im SENF #02. Zusätzlich erscheint jeden zweiten Monat eine Episode hier auf diesem Blog.

Die aktuelle Episode «Wie im Mai» erschien anlässlich des Heimspiels in der 15. Runde der Saison 2005/06 gegen GC.

Hutter & Mock


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Die Nachricht schlug ein: Aus gesundheitlichen Gründen tritt Dölf Früh als Präsident des FC St.Gallen schon im Mai zurück. Wie er in die Clubgeschichte eingeht, wird massgeblich auch davon geprägt sein, wem er die Macht übergibt.

Als Dölf Früh 2010 das Präsidentenamt beim FC St.Gallen übernahm, hatte der Club gerade eine der schwersten Krisen durchlebt. Zusammen mit anderen Geldgebern bewahrte Früh den Club vor dem Konkurs, verlangte dafür aber auch den entsprechenden Einfluss. Die Rettung brachte Früh in weiten Teilen von Beginn weg eine Art Heldenstatus ein.

Es gab aber auch Kritik. Insbesondere die Strukturen des Clubs, die mit der Übernahme einhergingen, waren umstritten. Bis zum Einstieg Frühs existierte zwar neben der FC St.Gallen AG mit der Betriebs AG schon eine weitere – und sehr umstrittene – Organisation, sie hatte aber nicht den Einfluss, den die an ihre Stelle tretende FC St.Gallen Event AG erhalten sollte. Diese lag von Beginn weg in den Händen weniger privater Investoren. Und sie wurde faktisch zur Muttergesellschaft der FC St.Gallen AG. Zwar blieb letztere im Publikumsbesitz, die Publikumsaktionäre büssten aber an Bedeutung ein.

Nur eine ausserordentliche GV

Realistischerweise hatten die Kleinaktionäre zwar auch vorher nur wenig zu sagen (wir haben auch deshalb unlängst mehr Demokratie gefordert). Zumindest theoretisch bestand jedoch immer die Möglichkeit, an einer Generalversammlung einen Entscheid in die gewünschte Richtung zu lenken. Faktisch wurden die Entscheide über den FC St.Gallen neu aber in der Event AG getroffen. Das zeigt gerade auch die aktuelle Situation. Der FC St.Gallen verweist in seiner Medienmitteilung bloss auf eine ausserordentliche Generalversammlung der Event AG. Zwar wird danach auch die FC St.Gallen AG eine Wahl durchführen, die wird aber wohl nur noch Formalität sein.

Der Dachverband 1879 befürchtete auch deshalb vor rund sieben Jahren: «Die langfristige Ausrichtung des FCSG liegt somit in der Hand von privaten … Investoren, die ihren Spass am FCSG vielleicht bald verlieren.» Insbesondere Dölf Früh hatte über seine eigenen Anteile an den beiden Gesellschaften sehr viel Macht angehäuft.

Die Skepsis war aber auch gross, weil die Misswirtschaft in den Jahren vor der Übernahme kaum personelle Konsequenzen hatte. Das Unverständnis darüber, dass verantwortliche Personen weiter beschäftigt wurden, war vielerorts sehr gross. Es sollte sich jedoch bald zeigen, dass auch Früh aufräumen wollte. Nach und nach ersetzte er die verantwortlichen Personen jener Tage. Heute ist von der ehemaligen Führungsriege praktisch niemand mehr an Bord. Zwar wollte Früh nie über einzelne Personalien sprechen, er liess aber immer wieder durchblicken, wie wichtig ihm die richtigen Leute sind, gerade in Führungspositionen. Und richtig war vor allem, wer ähnlich tickte.

Wenig Nebenschauplätze und klare Zuständigkeiten

Gegen aussen führte das dazu, dass eine bis dahin ungekannte Professionalität Einzug hielt. Die Zuständigkeiten waren und sind klar geregelt. Und sie werden beim FC St.Gallen heute gelebt, nicht nur festgehalten. Der Präsident selbst hingegen tritt in der Öffentlichkeit kaum auf. Es wurde ruhig um den FC St.Gallen. Wenn die Espen in den Schlagzeilen standen, dann fast nur noch wegen der Leistungen auf dem Platz. Die Nebenschauplätze, die in der Vergangenheit so oft das mediale Bild geprägt hatten, verschwanden zusehends. Selbst nach den vielen Spruchbändern im Spiel gegen den FC Thun blieb es erstaunlich ruhig.

Wer direkt mit Früh zu tun hatte, kannte aber auch dessen andere Seite. Früh konnte sich in Diskussionen derart enervieren, dass sich auch schon mal Unbeteiligte ob des Lärmpegels umdrehten. Oft genug prallten in diesen Diskussionen grundsätzlich andere Einstellungen aufeinander. Wir können es nur vermuten, aber das Arbeiten mit und für Früh war ziemlich sicher nicht nur einfach.

Die Strukturen des FC St.Gallen sind in der Präsidialzeit Frühs im Kern unverändert geblieben. Zwar haben sich die konkreten Besitzverhältnisse etwas verschoben, noch immer aber wird ersichtlich, wie viel Macht sich bei Früh konzentriert. Wir haben diese Verhältnisse (und die aller Super League-Clubs) für unsere aktuelle Ausgaberecherchiert.

Früh hält selber 8,25 Prozent an der FC St.Gallen AG. Er hat aber auch grossen, wenn nicht bestimmenden Einfluss auf die 41,35 Prozent, die von der FC St.Gallen Event AG gehalten werden. In dieser ist er mit fast 40 Prozent nämlich bei weitem der grösste Aktionär. Trotzdem haben sich bisher die schlimmsten Befürchtungen nie bewahrheitet. Im Gegenteil. Wiederholt hat sich Früh dafür ausgesprochen, dass ein Fussballclub kein Investitionsobjekt sei. So sagte er beispielsweise vor zwei Jahren im Interview mit uns: «Ich verwalte hier nur eine Institution, die der Ostschweiz und der Allgemeinheit gehört.»

Ein Club sollte «kein Kommerz-Objekt» sein

Er scheint dies auch heute noch so zu sehen. Vor wenigen Wochen befragte ihn die NZZ zum Fall des FC Wil. Früh sagte unter anderem: «Ein Schweizer Klub ist ein Gut der Region, da geht’s um Tradition, um gesellschaftliche Verpflichtung, um Verlässlichkeit. Er sollte kein Kommerz-Objekt sein.» Noch erfreulicher für die Fans dürfte sein, dass sich die Verantwortlichen untereinander abgesichert haben, sollte einer der Beteiligten aussteigen. Wir haben im jüngsten Artikel in dieser Kolumne schon resümiert: «Ein Verkauf des FC St.Gallen ist damit zwar nicht unmöglich, aber eben schwieriger als sonstwo.»

Obwohl Früh den Club nicht als Investitionsobjekt begriff, hat er ihn immer auch wie ein Unternehmen verstanden, das es auf Vordermann zu bringen gilt. Und unternehmerisch scheint er das geschafft zu haben. Der FC St.Gallen steht 2017 auf soliden finanziellen Beinen. Der unternehmerische Fokus wurde Früh immer mal wieder aber auch übel genommen. Zwar wünschte man sich in St.Gallen zum Zeitpunkt der Übernahme nichts sehnlicher als Stabilität. Aber nach einer ersten Phase der Konsolidierung und befeuert durch die sensationelle Europa League-Qualifikation im Jahr 2013 war das Verlangen der Fans nach sportlichen Höhepunkten eben doch wieder grösser.

Mit der Mittelmässigkeit wollten sie sich nicht mehr zufriedengeben. Das wiederholt ausgegebene Ziel des Ligaerhalts stand für viele gleichbedeutend mit Ambitionslosigkeit. Gepaart mit dem fast schon trotzig anmutenden Festhalten am erfolglosen Zinnbauer zum Ende der letzten Hinrunde, schien es offensichtlich, dass der Fokus auf die finanzielle Gesundheit auch seine Kehrseite hat. Zum ersten Mal nach der Skepsis bei der Übernahme kämpfte Früh wieder mit einem etwas härteren Gegenwind.

Wer tritt die Nachfolge an?

Ob nun ein Verkauf bevorsteht, ist nicht sicher. Zwar will Früh das Präsidentenamt abgeben, einzelne Medien berichten aber, dass er die Aktienpakete behalten wolle. Ob sich ein neuer Präsident darauf einlassen wird, ist zumindest fraglich. Ohne die Übertragung der Aktienpakete bliebe Früh der starke Mann. Sicher ist bisher nur, dass die Übergabe des Präsidentenamts ansteht. Und sie kommt vermutlich etwas eher, als Früh das geplant hatte. Noch vor zwei Jahren sagte er zu uns: «Ich habe es in jeder Unternehmung zu meiner Aufgabe gezählt, die Nachfolge zu regeln.» Die Umstände, die jetzt zum Wechsel an der Spitze führen, verunmöglichen diese Planung, sollte sie denn nicht sowieso schon weit vorangeschritten sein.

So oder so: In den nächsten Wochen wird sich zeigen, wie Früh in die Geschichte des FCSG eingehen wird. In den Jahren seit seiner Übernahme hat er viel dafür getan, die anfängliche Skepsis abzubauen. In erster Linie, weil der Club ohne finanziellen Sorgen dasteht. Zudem aber auch, weil die Verantwortlichen mit Bedacht kommunizieren. Lieber sagt man beim aktuellen FC St.Gallen mal gar nichts, als eine unnötige Diskussion zu befeuern. Mit einer guten Nachfolgeregelung kann sich Früh endgültig ein Denkmal setzen. Sein Fokus auf das Unternehmerische, sein teilweise etwas stures Festhalten an getroffenen Entscheiden und seine selbst proklamierte Ahnungslosigkeit bezüglich der sportlichen Seite des Fussballgeschäfts würden ihm dann wohl verziehen.

Sollte der Club aber in dubiose Hände geraten, könnten die Befürchtungen aus der Zeit der Übernahme doch noch Tatsache werden. Und darunter würde nicht nur Frühs Erbe leiden, sondern eben vor allem auch der FC St.Gallen und seine Fans.


Dieser Beitrag erschien am 10. April 2017 beim Ostschweizer Kulturmagazin Saiten. Das SENF-Kollektiv kommentiert dort in der Rubrik «Am Ball» das Geschehen auf und neben dem Platz.

 


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Dass der FC Wil erneut vor dem finanziellen Abgrund steht, hat auch damit zu tun, wie die Vereine im Schweizer Fussball organisiert sind. Eine Reform der Ligavorgaben wäre dringender als der aktuell diskutierte Umbau des Super League-Modus.

Noch immer ist ungewiss, wie es beim FC Wil weitergeht. Oder ob es überhaupt weitergeht, auch wenn mittlerweile zumindest die Januarlöhne bezahlt sind. Nach dem Abgang der türkischen Investoren fehlt im Bergholz Geld, viel Geld. Es ist natürlich ein Leichtes, die Schuld den Geldgebern in die Schuhe zu schieben. Es ist ja auch zu verurteilen, einen Fussballclub einfach so fallen zu lassen und garantierte Summen nicht auszuzahlen.

Die Schuld kann und muss man aber auch den Wiler Verantwortlichen rund um Jetzt-wieder-Präsident Roger Bigger geben. Sie waren es, die den Verein zum zweiten Mal einem ausländischen Investor ausgeliefert haben. Das erste Mal 2003 lässt sich vielleicht noch mit der finanziellen Not erklären, die nach dem Desaster rund um die durch den vormaligen Präsidenten Andreas Hafen veruntreuten UBS-Millionen geherrscht hat. Dass man in Wil aber rund zehn Jahre später schon alle Lehren vergessen hatte und erneut den Weg ging, sich ausländischen Investoren anzuvertrauen, kann nur mit einem Wort erklärt werden: Grössenwahnsinn.

Natürlich ist es dem FC Wil unbenommen, sich nicht mit dem Mittelfeld der Challenge League abgeben zu wollen. Natürlich darf der FC Wil sich eine andere Zukunft ausmalen, als für immer der kleine Bruder des FC St.Gallen zu sein. Aber ein solcher Wandel lässt sich nicht von jetzt auf gleich erzwingen.

Bigger wollte genau das. Lieber heute als morgen in der Super League mitspielen. Und gleich danach im europäischen Geschäft mitmischen. Das Interesse der Öffentlichkeit sollte – nicht nur in der Schweiz – auf den FC Wil fallen. Das Experiment ist gescheitert, wie wir jetzt wissen. Das Mittelfeld der Challenge League wäre auf einmal wieder mehr als genug.

Tieferliegendes Problem

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf Bigger und seine Vertrauten. Die jüngsten Entwicklungen bestätigen alle, die schon immer gewusst haben wollten, dass das nicht gut kommen kann. Zugegeben, bei einigen dürfte eine gewisse Schadenfreude mitspielen. Verständlich, gerade in Anbetracht von Biggers jüngsten Äusserungen, in denen er einigen Spielern fehlende Loyalität vorwirft, weil sie an ihren ursprünglichen Verträgen festhalten wollen.

Verständlich, wenn man bedenkt, dass beim Aktienverkauf an die Türken nicht wenig Geld geflossen ist. Wie viel das war, bestätigt niemand. Dass der jetzt wieder in den FC Wil reinvestierte Betrag, mit dem sich die Task Force rund um Bigger rühmt, geringer ausfällt, darf zumindest vermutet werden. Die Schadenfreude verstellt aber auch den Blick auf das eigentlich Wichtige, das die Fussballschweiz aus dem Fall Wil mitnehmen muss.

Pflicht zur AG

Seit rund zehn Jahren müssen Vereine, die in der Super League mitspielen wollen, als Aktiengesellschaften organisiert sein. In der Challenge League, wo der FC Wil zurzeit spielt, ist das zwar nicht zwingend. Die Pflicht wurde aber just eingeführt, als der FC Wil für kurze Zeit erstklassig war. Und sowieso: Wer aufsteigen will, muss bereits zu dem Zeitpunkt als Aktiengesellschaft organisiert sein, zu dem er die Lizenz für die Super League beantragt.

Aktiengesellschaften haben zur Vereinsform, die davor üblich war und es heute in unteren Ligen immer noch ist, vor allem einen grossen Unterschied: Sie sind nicht demokratisch. In einem Verein hat jedes Mitglied eine Stimme. Sollten die gewählten Vereinsvertreter überborden, kann die Hauptversammlung eingreifen. Bei einer AG gibt es für jede Aktie eine Stimme. Wer mehr Aktien hält, hat mehr zu sagen. Das führt meistens dazu, dass die Macht in den Händen von wenigen Aktionären liegt.

In der siebten Ausgabe unseres Fussballmagazins SENFhaben wir die Besitzverhältnisse aller Super League-Teams aufgezeigt. Beim überwiegenden Teil wird schon auf den ersten Blick ersichtlich: Der oder die Einzelne hat wenig zu sagen. Bei manchen Clubs gar nichts, weil sie – wie zum Beispiel der FC Sion – komplett im Besitz einer einzigen Person sind.

Rihs-Brüder könnten YB verkaufen

Diese Machtfülle geht solange gut, bis die bestimmende(n) Person(en) Ungutes im Schilde führen. Bei YB halten sich Gerüchte hartnäckig, die beiden Rihs-Brüder wollten den Verein verkaufen. Sollten sie einen passenden Käufer finden, könnten sie das ohne Weiteres tun. Die Sport und Event Holding AG, die im Besitz von 100 Prozent der Aktien der BSC Young Boys Betriebs AG ist, gehört je zur Hälfte den beiden Brüdern.

Dieses Problem wurde an einzelnen Orten bereits erkannt. Beim FC Basel zum Beispiel. Auch hier gehört zwar nur ein Viertel der FC Basel 1893 AG dem Verein FC Basel 1893 und damit einem demokratischen Gefäss.

Die Verantwortlichen haben dem Verein anlässlich der Generalversammlung vom Juni vergangenen Jahres aber ein Vetorecht eingeräumt. Und diesen Verein will man in Basel weiter stärken, seine Mitgliederzahl auf 10’000 ausbauen. Damit hat der Verein ein weitgehendes Mitspracherecht, obwohl drei Viertel der FC Basel 1893 AG einer weiteren Aktiengesellschaft gehören, der FC Basel Holding AG, in der nur Wenige das Sagen haben.

FC St.Gallen «gehört der Allgemeinheit»

Auch beim FC St.Gallen hat man sich solche Überlegungen gemacht. Als 2010 im noch nicht lange eröffneten Stadion im Westen der Stadt das Geld auszugehen drohte, öffnete unter anderem Dölf Früh sein Portemonnaie. Geld gab es aber nur unter der Voraussetzung, entsprechenden Einfluss in den beiden Aktiengesellschaften zu haben, in denen sich der FCSG organisiert.

Für den Spielbetrieb verantwortlich ist die FC St.Gallen AG. Sie gehört nur noch zu rund 40 Prozent Kleinaktionären. Knappe zehn Prozent gehören der Priora Gruppe, rund acht Prozent Präsident Dölf Früh und rund 41 Prozent der zweiten AG, der FC St.Gallen Event AG. Diese wiederum gehört zu knapp 40 Prozent Dölf Früh. Weil aktuell auch noch knappe 20 Prozent der AG selbst gehören, hat Früh auf dem Papier nahezu bestimmenden Einfluss auf die FC St.Gallen Event AG und damit auf die FC St.Gallen AG.

Bereits vor zwei Jahren sagte Früh im Interview mit uns: «Ich verwalte hier nur eine Institution, die der Ostschweiz und der Allgemeinheit gehört.» Er wiederholte diese Aussage in leicht angepasster Form vor einigen Wochen in der NZZ, als er zum FC Wil befragt wurde: «Ein Schweizer Klub ist ein Gut der Region, da geht’s um Tradition, um gesellschaftliche Verpflichtung, um Verlässlichkeit. Er sollte kein Kommerz-Objekt sein.» Die Verantwortlichen haben sich deshalb untereinander abgesichert, sollte einer der Beteiligten aussteigen. Ein Verkauf des FC St.Gallen ist damit zwar nicht unmöglich, aber eben schwieriger als sonstwo.

Die Beispiele Basel und St.Gallen zeigen im Kontrast zu Wil aber vor allem eines: Es braucht den Willen der starken Person(en) im Verein, damit die Kontrolle über den Club nicht ohne Weiteres in fremde Hände übergehen kann. Die Ligavorgaben führen zur Bildung von Aktiengesellschaften, kümmern sich aber nicht um deren Schicksal.

Zwar müssen seit früheren Abgängen von Investoren neu auch gewisse Bankgarantien vorgelegt werden, nur nützt dies wenig. Die türkischen Investoren beim FC Wil hatten die nötigen Garantien. Die zwölf Millionen, die davon heute noch fehlen sollen, müssten gerichtlich erkämpft werden. Selbst wenn das zum Erfolg führen würde, so käme dieser vermutlich zu spät. Und sobald ein ausländischer Investor die Lust verliert, sind ihm Schweizer (Liga-)Vorgaben sowieso herzlich egal. Die türkischen Investoren haben ihr Aktienpaket an Dritte verkauft, ohne davor die Liga zu informieren, wie es an sich Pflicht wäre.

Vereine müssen Mehrheit haben

Es gäbe zwei einfache Varianten, diesen Missstand zu beheben. Die eine wäre, die AG-Pflicht wieder abzuschaffen. Nur dürften die wenigsten Vereine davon Gebrauch machen, zu gross wäre der Aufwand. Und zumindest in Teilen hat die Pflicht ja auch ihren Sinn: Geht die Profimannschaft unter, kann der Verein weiterleben. Zumindest theoretisch.

Die andere Variante wird in Deutschland bereits praktiziert, auch wenn sie aktuell unter Beschuss gerät. Die sogenannte «50+1»-Regel ist simpel: Auch bei einer Aktiengesellschaft muss die bestimmende Mehrheit – 50 Prozent der Stimmen plus eine Stimme – beim ursprünglichen Verein liegen. Dadurch bestimmt dieser, wohin sich die Aktiengesellschaft entwickelt.Passt die Entwicklung den Vereinsmitgliedern nicht, schieben sie einen Riegel vor. «One man, one vote» wäre nicht mehr nur toter Buchstabe. Sondern gelebte Realität.

Selbstredend müsste die Regel dann auch konsequent durchgesetzt werden. In Deutschland kommt sie auch deshalb unter Beschuss, weil zu viele Ausnahmen möglich sind. Wer beispielsweise schon mehr als 20 Jahre «ununterbrochen und erheblich gefördert» hat, darf mehr als 50 Prozent besitzen. Das ist unter anderem bei Hoffenheim der Fall, wo SAP-Gründer Dietmar Hopp als Mäzen auftritt.

Dazu kommt, dass die Regelung auch ohne Ausnahmeregelung geritzt wird. Bei RB Leipzig hält zwar ein Verein die Mehrheit an der AG, nur ist es nahezu ein Ding der Unmöglichkeit, diesem Verein beizutreten. Das alles sind aber Probleme, die sich aus der Welt schaffen lassen. Nur ein Problem lässt sich auch mit dieser Lösung nicht gänzlich verhindern: Die Vereinsmitglieder müssen vernünftige Entscheidungen fällen.

So wie sich die Fans des FC Wil in den Medien und per Flugblatt geäussert haben, darf das für diesen Fall zumindest bezweifelt werden. Dann wäre das aber zumindest ein demokratisch legitimierter Untergang.


Dieser Beitrag erschien am 10. März 2017 beim Ostschweizer Kulturmagazin Saiten. Das SENF-Kollektiv kommentiert dort in der Rubrik «Am Ball» das Geschehen auf und neben dem Platz.


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Am 22. Oktober 2005 verliert der FC St.Gallen gegen Küssnacht am Rigi, ein Team aus der 2. Liga interregional. Die Erwähnung des Schwyzer Orts reisst heute noch tiefe Wunden bei jedem FCSG-Fan auf. Kein Wunder hatte sich Hutter schon kurz nach Abpfiff in eine Traumwelt geflüchtet.

Hutter setzte sich in den Voralpenexpress und döste ein. Schon kurz nach Küssnacht war er weit weg. Er trieb sich bei den Flugzeugen im Lustenauer Rheinvorland herum. Wenn er einmal gross wäre, würde es endlich klappen. Einmal mitfliegen! Aus dem Flugzeug drückte ihm einer Geld in die Hand. «Gang mer a Biir gi hoola, dänn kascht mitkoa!» Es war der übliche Scherz des Piloten, der auf billige Art zu seiner Pausenverpflegung kommen wollte. Enzo Hutter kam mit der Flasche Bier zurück zur Maschine und der Pilot liess ihn einsteigen. Das Flugzeug startete, holperte über die Graspiste und hob ab. Der Pilot zog in einer Kurve über den Rhein und Hutter sah das Dorf von oben: Kanal, Wohnhaus und Fussballplatz. Das grüne Rechteck war eingerahmt von vielen schwarzen Punkten. Hutter war der einzige Dorfbewohner, der jetzt nicht dort unten schrie und tobte. Ganz Widnau hatte sich auf den Besuch des FC St.Gallen gefreut. Es war das Spiel des Jahres: Stadt gegen Land. Und Widnau lachte, denn diese Meisterschafts-Partie hätte es doch gar nie geben dürfen, aber das grosse St.Gallen spielte ja schon seit fünf Jahren in der 1. Liga, und jetzt sogar gegen die Feierabendfussballer aus Widnau! Gegen die vom Rhein! – Deren Fussballplatz bei Hochwasser überschwemmt wurde. Die noch mit Schaufel und Spaten ausrücken mussten, um den Rasen bespielbar zu machen! Lächerlich. Der Pilot drehte ein paar Runden, kehrte sicher zurück zur Landepiste am Rhein und Hutter rannte am Zoll vorbei auf direktem Weg nach Hause.

Hutter hörte, wie sein Vater vom Match berichtete. Ein junger St.Galler Journalist hatte sich in der Zeitung über den bescheidenen FC Widnau lustig gemacht. Ein paar Hitzköpfe wollten sich dafür persönlich beim ahnungslosen jungen Mann aus der Stadt bedanken. Als dann das Spiel wirklich so lief, wie es die Zeitung aus der Hauptstadt vorausgesagt hatte – Widnau hatte keine Chance –, da wurde der junge Journalist beschimpft und bedrängt. Von ein paar unzimperlichen Widnauer Burschen bekam er den freundlichen Rat, sich besser nie mehr auf diesem Platz blicken zu lassen. Der junge Schreiberling, Sohn eines italienischen Maurers, packte seine Notizen, rückte die Brille zurecht, eilte auf den Bahnhof und fuhr mit dem nächsten Zug zurück in die Stadt. «Der Fussball macht euch noch ganz verrückt», sagte die Mutter zum Vater. Sie war froh, dass Sohn Enzo sich lieber hinter Büchern vergrub. Was hätte der Vater heute gesagt, nach diesem Cup-Match in Küssnacht? Er hörte ihn und seine unverwechselbare tiefe Stimme: «Sangalla – gschiid reda und tumm välüüra.» Der Zug hielt in Arth-Goldau und Hutter schreckte auf. Mock schwieg noch immer und schaute aus dem Fenster. Hutters Neffe spielte mit dem Natel.

Der Zug kroch hinauf Richtung Rothenturm. Hutter tauchte wieder weg. Er ging in Shorts und T-Shirt an ein südamerikanisches Stadt-Derby – Colo Colo gegen Universidad. Seine Freunde hatten ihn zu dieser Veranstaltung gezwungen. Sonst werde der «profesor suizo» Chile nie verstehen können. Hutter war überwältigt. Auf der Haupttribüne beschimpften unauffällige und gewöhnliche Menschen den Gegner mit einer Hingabe und Liebe zu ihrem eigenen Klub, wie es Hutter bisher nur aus dem Theater gekannt hatte. Hutter war elektrisiert und von da an jedes Wochenende mit dabei im Stadion. Plötzlich rüttelte Mock an Hutters Schulter und sagte mit einem Lächeln: «Biberbrugg, Reisene zur Schwarzen Madonna von Einsiedeln bitte umsteigen!» Der Neffe legte das Natel auf die Ablage und seufzte: «So ein Mist, die Herbstferien sind vorbei, am Montag fängt die Schule wieder an.»


Die Geschichten von Hutter & Mock waren über Jahre fixer Bestandteil der St.Galler Matchvorbereitung. Die ersten 37 Folgen bis zum Abschluss der Rückrunde der Saison 2003/04 sind in einem Sammelband im Saiten-Verlag erschienen. Der Autor Daniel Kehl hat uns freundlicherweise die nachfolgenden, bisher nicht in Buchform erschienenen Episoden überlassen. Wir veröffentlichen in jeder Ausgabe des SENF eine Hutter & Mock-Episode, die erste im SENF #02. Zusätzlich erscheint jeden zweiten Monat eine Episode hier auf diesem Blog.

Die aktuelle Episode «Tiefflug» erschien anlässlich des Heimspiels in der 13. Runde der Saison 2005/06 gegen den FC Schaffhausen.

Hutter & Mock


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Das Leben als Fussballfan ist nicht immer einfach. So manch jemanden hat seine Leidenschaft für den beliebten Ballsport schon in den Wahnsinn getrieben. Damit uns das auf der SENF-Redaktion nicht passiert, können wir auf die Hilfe des bekannten Fussball-Therapeuten Dr. O.W. zählen. In seinem ersten Gastbeitrag bietet er ausnahmsweise nicht der SENF-Redaktion seine Hilfe an, sondern einem erbosten YB-Fan.

Grüezi Herr «YB Fanatiker seit Geburt»

Aus unmittelbarem beruflichem Interesse habe ich Ihren Kommentar zum Artikel des Gratisblatts 20 Minuten gelesen, der das Fussballspiel zwischen den Berner Young Boys und dem FC St.Gallen von vergangenem Samstag zum Thema hat.

Wie Sie vielleicht wissen, beschäftige ich mich oft mit sogenannten fussball-induzierten Krankheiten. Zwar stammen meine besten Kunden grösstenteils aus dem Umfeld Ihres samstäglichen Gegners, aber seien Sie versichert, dass dies meine Kompetenz auf dem Gebiet keinesfalls einschränkt und dass meine Beratung vorurteilsfrei und unbehaftet erfolgt. Wenn Sie erlauben, möchte ich gerne auf Ihren Kommentar antworten, Sie scheinen nämlich ebenfalls an einer bekannten fussball-induzierten Krankheit zu leiden. Und ich möchte Ihnen gerne helfen.

Dazu müssen wir Ihren Kommentar aber etwas genauer anschauen. Sie beginnen mit der legitimen Frage, was denn diese «Dramatisierung…von einem simplen und bedeutungslosen Unentschieden» soll? Nun, wenn Sie mir kurz einen Perspektivenwechsel erlauben: Aus mehr oder weniger neutraler Beobachterperspektive kann man das Unentschieden YBs wohl durchaus als etwas unerwartet beschreiben, wenn man bedenkt, dass YB gegen Luzern eine veritable Klatsche eingefangen hat und gegen St.Gallen auch nicht hat reagieren können. Was doch schon fast ein wenig surreal anmutet, wenn man auch noch bedenkt, dass der FCSG in diesem Stadion noch nie gewonnen hat. Die zwei «Nicht-Siege» in Serie sind da schon fast eine Niederlagen-Serie, wenn auch noch nicht ganz st.gallischen Ausmasses.

Viel spannender wird es aber, wenn ich die verbleibenden Stellen Ihres Kommentars durchgehe. Sie haben mich nämlich ein bisschen überrascht und darum nachrechnen lassen: «YB […] wird hoch überlegen Schweizermeister» schreiben Sie da, direkt gefolgt von «die Basler werden diese Saison nochmals so richtig fett weg geballert in der Direktbegegnung und werden ende Saison mit -20 Tordifferenz als Absteiger feststehen».

Aktuell hat YB 17 Punkte Rückstand auf den führenden FCB (siehe unten).

Quelle: teletext.ch

Zu spielen sind noch 15 Runden. Sollte Basel alle verbleibenden Spiele verlieren und der aktuell Tabellenletzte Vaduz alle Spiele gewinnen, liegt am Schluss der Saison Vaduz mit sieben Punkten Vorsprung vor Basel. Der aktuell Zweitletzte, Lausanne, müsste aber ebenfalls alle Spiele gewinnen – ausser den beiden gegen den FC Vaduz natürlich. So kämen die Waadtländer auf zwei Punkte mehr als der FCB. Das wird knapp. Und beim aktuell Drittletzten, Thun, geht die Rechnung nicht mehr auf. Weil die Berner Oberländer ja gegen Vaduz und Lausanne insgesamt vier Spiele noch verlieren müssen, liegen noch maximal 53 Punkte drin. Drei zu wenig, um mit Basel gleichzuziehen. Sie sehen, Ihre Prognose wird nicht eintreten.

Mir macht also in Anbetracht der Faktenlage Ihr Kommentar eher den Eindruck eines emotionalen Ventils. Ihre Symptome sind zwar teilweise vergleichbar mit denen, die ich schon bei Fans des FCSG beobachten konnte. Die Ursache unterscheidet sich aber fundamental. Während ich im Osten regelmässig Morbus Relegatio diagnostizieren muss(te), kann es sich bei Ihnen nur um Morbus Semper Secundus handeln. Die konkreten Symptome dieser Krankheit sind:

a) Sie haben nach so einem Spiel Emotionen angestaut, die sich irgendwo bahnbrechen müssen (so weit so klassisch).

b) Das Kriegsvokabular in Ihrem Kommentar («weg geballert») lässt auf einen Grad an Gewaltbereitschaft schliessen, der in dieser Intensität Ihrer Gefühlslage sicherlich abträglich ist.

c) Ebenfalls lässt sich ein ausgeprägter, von alternativen Fakten beeinflusster Grad an Weltfremdheit feststellen, der Ihrer psychischen Verfassung auch nicht dienlich ist.

d) Fehlende Interpunktion lässt sich damit erklären, dass Sie schnell und unüberlegt gehandelt haben, was in einer akuten Phase von Morbus Semper Secundus durchaus üblich ist. Es zeichnet dieses Krankheitsbild geradezu aus, dass man nicht mehr im Stand ist, den Grad an Rationalität walten zu lassen, der zum Kommentare-Schreiben auf Online-Plattformen eigentlich nötig wäre (gerade auch um «Daumen-hochs» zu sammeln).

Morbus Semper Secundus kann behandelt werden – genauso wie Morbus Relegatio, da habe ich schon manch einem FCSG-Fan helfen können. Kontaktieren Sie mich bitte unter dr-o-w@senf.sg (das kann man sich einfach merken, reimt sich ja) und wir können einen ersten Sitzungstermin abmachen.

Herzlich, Ihr Dr. O.W.


Zur Person

Dr. O.W. ist in Fachkreisen bekannt als der erfahrenste und erfolgreichste Therapeut von fussball-induzierten Krankheiten. Sein Kundenstamm umfasst Fans, Spieler, Trainer und Vereinspräsidenten aus der ganzen Schweiz. Dr. O.W. hat sich unter anderem dadurch ausgezeichnet, dem SENF-Ticker-Team in einer emotional schwierigen Phase beizustehen. Dies nicht einfach nur im Rahmen der wöchentlichen Sitzungen auf der Behandlungscouch, sondern auch live vor Ort bei den Versuchen des FC St.Gallen im letzten Herbst, das Ruder doch noch irgendwie rumzureissen.