Ein wenig mehr als ein halbes Jahr nach dem von vielen Spekulationen begleiteten Erscheinen der Erstausgabe des SENF war es vergangenen Freitagabend wieder soweit: Das rund 15-köpfige Kollektiv lud die fussballinteressierte Ostschweizer Bevölkerung abermals ins Fanlokal ein. Aus dem Zweck der Veranstaltung wurde – im Gegensatz zum Januar – kein Hehl gemacht: Die Zweitausgabe des St.Galler Fussballmagazins sollte der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Zugegeben: Nicht ganz so viele Leute konnten ins Fanlokal gelockt werden wie noch im Januar nach der aufsehenerregenden Flyer-Aktion im Rahmen des Europacup-Heimspiels gegen Swansea. Vielleicht lag es auch ein wenig daran, dass die Überraschung der durch das SENF-Kollektiv initiierten Aufnahme unseres allseits geliebten Fussballclubs in den «Club of Pioneers» bereits im Laufe des Freitags die Runde gemacht hatte. An dieser Stelle möchten wir dem FCSG ein Kränzchen für den Entscheid winden, sich dem «Club of Pioneers» anzuschliessen. Die Vorlage von SENF hat der FCSG angenommen und mustergültig verwertet. Dieser Entscheid zeugt davon, dass es dem FCSG nicht reicht, sich bloss ein lange zurückliegendes Gründungsdatum auf die Fahnen zu schreiben, ohne auch die dahinterstehende Tradition hochzuhalten. Der Verein scheint sich der Verantwortung bewusst zu sein, die eine solch lange Geschichte mit sich bringt – es kann also tatsächlich von lebendiger Tradition gesprochen werden. Wir gratulieren!

Zu einer gelebten Tradition gehört selbstverständlich auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Das 135-Jährige Jubiläum des FCSG hat das SENF-Kollektiv zum Anlass genommen, sich intensiver mit der Geschichte unseres Clubs auseinanderzusetzen. Nach unzähligen Stunden in den Archiven der Stadt ist dabei ein 90-seitiges Heft entstanden, von dessen Inhalt sich die zahlreichen Besucher des Release-Anlasses gleich selber überzeugen konnten. Sie kamen aber auch in den Genuss einer Gesprächsrunde mit den beiden ehemaligen FCSG-Spielern Kurt Brander und Beat Rietmann sowie dem legendären Trikotsammler Markus Deininger. Passend zu den eingeladenen Gästen sowie dem Titelthema der zweiten Ausgabe drehte sich das Gespräch natürlich um (längst) vergangene Tage des FC St.Gallen. So wurde beispielsweise die mittlerweile abgeflaute Rivalität zwischen dem FCSG und dem SC Brühl thematisiert, das legendäre Helikopterspiel im Espenmoos kam selbstredend auch zur Sprache und zu guter Letzt erhielt Markus Deininger von Beat Rietmann ein Fido-Shirt, das tatsächlich noch nicht in der nun 1’851 Shirts umfassenden Sammlung vorhanden war. Wer sich die ganze Gesprächsrunde in fast voller Länge (noch einmal) anhören respektive ansehen möchte, kann dies hier tun.

Wer es vergangenen Freitag verpasst hat sich ein Exemplar zu sichern, hat kommenden Sonntag anlässlich des Heimspiels gegen den FCZ in allen Sektoren die Möglichkeit, ein Exemplar von unseren Verkäufern zu erwerben. Es besteht selbstverständlich auch nach wie vor die Möglichkeit das Heft online zu bestellen und sich direkt nach Hause liefern zu lassen – neu sogar auch im Abonnement.

SENF02_Release

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