Rund ein Jahr nach dem Platzen der SENF-Bombe und der Veröffentlichung der Erstausgabe wurde am vergangenen Donnerstag die fussballbegeisterte Ostschweizer Bevölkerung abermals ins Fanlokal St.Gallen eingeladen. Anlass der Einladung war der Release der dritten Ausgabe des SENF-Magazins mit dem Titelthema «Geld im Spiel».

Passend zum monetären Titelthema fand in den Räumlichkeiten des frisch umgebauten Fanlokals eine Podiumsdiskussion mit den beiden Präsidenten der St.Galler Fussballvereine SC Brühl und FCSG statt. Eigentlich wäre mit Roger Bigger, Präsident des FC Wil, eine regelrechte Ostschweizer Elefantenrunde geplant gewesen. Aufgrund von unabdingbaren präsidialen Verpflichtungen blieb es aber bei einer innerstädtischen Diskussionsrunde unter der Leitung des FM1-Redaktionsleiters Ralph Weibel. Nach dem knapp halbstündigen Gespräch mit René Hungerbühler und Dolf Früh (welches übrigens hier nachgehört werden kann) blieb vielen der zahlreichen Gästen die Erkenntnis, dass es im Schweizer Fussball nebst dem wohl oder übel notwendigen Geld nicht ohne viel ehrenamtliche Arbeit funktioniert und dass europäische Spitzenteams einzelnen Spielern Monatslöhne zahlen können, die «kleinen» Clubs wie dem SC Brühl gleich das ganze Jahresbudget kosten würden. Ebenfalls in Erinnerung wird vielen die mehrfach von Dolf Früh geäusserte Aussage bleiben, dass in St.Gallen nicht über den fehlenden Einfluss der Schweiz bei der UEFA oder fehlendes Budget «gejommert» werden soll und man sich mit den gegebenen Rahmenbedingungen abfinden müsse. Ob es unter den momentan gegebenen Rahmenbedingungen dabei nicht das Ziel sein sollte, einen ambitionierteren Anspruch zu haben, wie sich – gemäss der Aussage an diesem Abend – lediglich unter den ersten neun Mannschaften der Schweiz zu positionieren, wollen wir an dieser Stelle offen lassen. Die Antwort darauf findet man im ausführlichen Interview im Heft.

Keine Fragen offen lassen wollen wir zum weiteren Inhalt unserer Drittausgabe: Nebst den üblichen Rubriken und Interviews mit Brodwurscht-Promis wie dem Eishockeyprofi Mathias Seger oder dem ehemaligen Schiedsrichter Kurt Röthlisberger wird die zunehmende Professionalisierung des Fussballsportes nachgezeichnet, ein Blick in die Fussballhölle Salzburg gewagt und mit (ehemaligen) Nachwuchsspielern des Futurechamps Ostschweiz gesprochen. Weiter werden verschiedene Putschversuche in der Geschichte des FCSG thematisiert und die sonst eher im Hintergrund agierenden Spielerberater werden für einmal in den Vordergrund gerückt. Wer sich noch weiter über die rund 90 Seiten starke Drittausgabe informieren möchte, dem sei dieser Saiten-Artikel ans Herz gelegt. Erhältlich ist das nach wie vor werbefreie Magazin für 10 Franken an den Heimspielen, in verschiedenen Verkaufsstellen in der Stadt oder gleich direkt hier online.

Release SENF03

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