Am Sonntag steigt an der Spielmesse «Suisse Toy» in Bern das grosse Finale der Schweizer Meisterschaften in der Fussballsimulation FIFA. Auffällig am Starterfeld: Alle Finalspieler werden unter dem Namen von Schweizer Profi-Fussballclubs geführt, obwohl neben dem FC St.Gallen eigentlich nur noch ein eSports-Team aus der Super League vertreten ist.

Nebst dem FIFA-Finale mit 16 Teilnehmern, finden noch weitere Game-Events statt. (Bild: Suisse Toy)

FIFA18, die neuste Ausgabe der Fussballsimulation, ist in aller Munde, seit sie vor rund zwei Wochen erschienen ist. Zumindest für jene, die das Spiel seit der frühen Jugend regelmässig spielen oder zu einer für den Spielehersteller interessanten Zielgruppe gehören. Mit Spannung wurde die neueste Ausgabe erwartet, und sogleich auch von verschiedenen Seiten in die Mangel genommen.  Während Gaming-Magazine vorwiegend das verbesserte Gameplay, die «massive» Stadion-Atmosphäre oder die reichen Spielmodi loben, gehen User mit der neuesten Ausgabe deutlich emotionaler ins Gericht: Zu einfache Flanken, zu starke Weitschüsse oder einfach nur lahmes Gameplay sind nur einige der vielfach wiederholten Punkte.

Der Spielehersteller EA Sports sah sich je länger je mehr von verschiedenen Seiten auch mit der Forderung konfrontiert, die Spielerwerte (zum Beispiel Antritt, Passstärke oder Schusspräzision) realitätsnäher zu gestalten.  Wie gut EA Sports die Werte dieses Jahr getroffen hat, liess der Hersteller verschiedene Spieler gleich selber beurteilen. Durchaus eine spannende Diskussion, wie das Beispiel aus der Bundesliga zeigt.

In Bezug auf das bevorstehende Finale der Schweizer Meisterschaften ist dies insofern von Belang, als dass die gesamte Qualifikation zwar auf der Vorjahresversion FIFA17 gespielt wurde, die Finalspiele von nächstem Sonntag aber auf der neuesten Version ausgetragen werden. Schaut man sich das Starterfeld an, fällt auf, dass sämtliche Spieler unter dem Namen eines Schweizer Profi-Fussballclubs geführt werden. Das überrascht, war der FC St.Gallen doch vergangenen Dezember noch der erste Schweizer Profi-Fussballclub mit einer entsprechenden eSports-Abteilung. Auf Anfrage relativiert der Veranstalter Level05 die Angaben: «Nur St.Gallen und Basel sind mit ihrem eSports-Team vertreten. Bei den weiteren Teilnehmern handelt es sich ausschliesslich um die Angabe des gespielten Teams.» So werde das Turnier nur mit Schweizer Mannschaften im 85er-Modus (alle Teams sind auf Gesamtstärke 85 eingestellt) ausgetragen.

Teilnehmerfeld des grossen Finale der FIFA Schweizer Meisterschaft, (Quelle: Level05 GmbH)

Das eSports-Team FC. St.Gallen 1879 ist am grossen Finale mit Sandro Poschinger («Neysk11L») und Bruno Bardelas («Brunisco») zweifach vertreten. Während sich Bardelas vor zwei Jahren an der ersten Schweizermeisterschaft im Finale dem mittlerweile für Basel spielenden Luca Boller («LUBO») geschlagen geben musste, gibt es für beide St.Galler dieses Jahr nur ein Ziel:  Den Titel. Bardelas sagte im Interview für unsere achte Ausgabe: «Als Vizemeister will man dann natürlich auch noch den Titel. In diesem Jahr erst recht, weil Sandro und ich leider beide den Sprung in die Europa-Qualifikation für den FIFA Interactive World Cup 2017 verpasst haben.» Poschinger ergänzt: «Man muss sich grosse Ziele setzen und versuchen, diese zu erreichen. Daher ist eines meiner Ziele ebenfalls die Schweizer Meisterschaft.» Favoriten wollte er aber damals noch keine ausgemacht haben: «Gerade im FIFA ist es so, dass jeder jeden schlagen kann. Man hat auch bei den FIFA Ultimate Team (FUT) Champions-Finals gedacht, Paris Saint-Germain würde alles gewinnen, oder die Spieler von Manchester City wären bestimmt mit dabei. Dem war dann nicht so. Klar gibt es die stärkeren Spieler, von denen man denkt, dass sie sicher weit kommen. Aber es kann so schnell gehen und man ist schon in der Gruppenphase ausgeschieden.»

Das ganze Interview mit den FCSG-Gamern ist im SENF #08 – «Fussball Digital» abgedruckt (Hier gehts direkt zur Bestellung). Gegen wen die St.Galler antreten müssen, wird diesen Mittwoch bekanntgegeben. Wer nächsten Sonntag in Bern live dabei sein möchte, kann bei uns Tickets gewinnen. Wir verlosen unter allen bis Mittwoch, 12 Uhr eingegangenen Kommentaren viermal zwei Tickets für die «Suisse Toy». Das Abschneiden der St.Galler kann auch auf Facebook und Instagram verfolgt werden:  Der Veranstalter streamt unter https://www.facebook.com/gameturnier.ch, Instagram Livestorys von Poschinger finden sich unter seinem Usernamen «Neysk11L». Vor Ort gibts den SENF im Pressecorner der Messe.

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