Gegen den FCB Experimente, nun soll (wieder) Stabilität her – wir blicken anhand des letzten Saisonspiels gegen den FC Basel zurück auf die bisherige Leistung der St. Galler Mannschaft und machen Kassensturz vor dem ersten Spiel des FCSG unter dem neuen Cheftrainer Josef Zinnbauer.

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Interimscoach Daniel Tarone überraschte am letzten Samstag beim Auswärtsspiel in Basel viele bei der Startaufstellung: Mario Mutsch rückte für Everton ins defensive Mittelfeld, auf der rechten Aussenbahn verteidigte dafür erstmals der erst 17-jährige Silvan Hefti – dieser hatte in der Woche vor dem Spiel seinen ersten Profivertrag beim FCSG unterschrieben und zeigte gegen den FCB ein ansprechendes Debut. Es waren jedoch lediglich die FCB-Spieler, welche zu Beginn zu einigen guten Chancen kamen und aus dieser starken Anfangsphase heraus resultierte dann auch der Führungstreffer durch Delgado, dies vom Penaltypunkt aus. Im Basler St. Jakob-Park zündeten in der Folge einzig noch die Gästefans ein veritables Feuerwerk, denn nach der spannenden Startphase flachte die Partie merklich ab. Aratores Sonntagsschuss konnte nicht verstecken, dass die Umstellungen im Kader des FCSG (noch?) nicht die gewünschte Wirkung hatten. Das übliche Bild zeigte sich: Hinten stand man relativ sicher, doch nach vorne ging einmal mehr wenig bis gar nichts.

Nach acht Spieltagen zeichnet sich in der Tabelle deshalb langsam eine Zäsur ab. Der FCSG liegt zwar noch auf Rang 6, doch zum fünftplatzierten Luzern fehlen bereits fünf Punkte, während das letztplatzierte Lugano nur einen Punkt hinter den Espen liegt. Auch die Formkurve zeigt mit zuletzt drei verlorenen Spielen gegen die Grasshoppers, den FC Vaduz sowie den FCB klar nach unten. Auch wenn die Saison noch jung ist, droht der FCSG damit bereits in den Abstiegskampf zu geraten. Nach dem Cupspiel gegen den FC Breitenrain gastiert am kommenden Dienstag der FC Thun in St.Gallen. Die Berner Oberländer vermochten nach dem Abgang von Trainer Urs Fischer bisher auch noch nicht wirklich zu überzeugen. Möchte man es verhindern komplett in den Abstiegssumpf abzurutschen, sind gegen die Thuner drei Punkte Pflicht – somit muss bereits relativ früh in der Saison von einem sogenannten «Sechs-Punkte-Spiel» gesprochen werden.

Die zahlreich mitgereisten Fans der Espen schienen nichtsdestotrotz in Basel noch Feuerwerksbestände vom 1. August loswerden zu wollen. Die anwesenden Zuschauer wähnten sich dabei zeitweise wie im Vatikan: Analog der Papstwahl wurde zu Beginn der zweiten Halbzeit ein wenig schwarzer Rauch gezündet, was in Rom bekanntlich bedeutet, dass noch kein neuer Papst gewählt worden ist – ob die FCSG-Fans auf den am Samstag noch nicht präsentierten neuen Trainer anspielen wollten, ist nicht zweifelsfrei nachzuweisen. Sicher ist jedoch, dass die Frage nach dem neuen Trainer zu einem guten Zeitpunkt beantwortet wurde: Vergangenen Dienstagnachmittag kündigten die Verantwortlichen des FCSG Josef «Joe» Zinnbauer als Nachfolger von Jeff Saibene an und ermöglichen dem Neo-Chefcoach mit dem Cupspiel gegen das unterklassige Breitenrein somit einen (hoffentlich) gelungenen Einstand als Trainer des FC St.Gallen. Es wird sich dabei zeigen, ob die von Daniel Tarone vorgenommenen Umstellungen auch unter dem neuen Chefcoach Bestand haben. Wir hoffen auf jeden Fall, dass Zinnbauer die Mannschaft wieder zu stabilisieren vermag und möglichst schnell dafür sorgt, dass der FCSG die Abstiegsplätze hinter sich lässt. Die nötige Qualität dazu wäre im Kader bereits vorhanden und dem Auftritt in Basel zufolge sicherlich auch ein wenig weisser Rauch seitens der Fans.

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