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«Zusammengefasst gibt es in St. Gallen wirklich nicht viel zu meckern. Das Stadion ist hübsch, die Fans machen Lärm wie die Grossen und die Mannschaft spielt nahe am Optimum ihrer Möglichkeiten. Was fehlt zur Glückseligkeit? Senf!» Zugegeben: Das neue News-Portal Watson nahm wohl keinen Bezug auf unser Magazin. Trotzdem springen wir gerne in die Bresche. Tatsächlich mit dem Magazin befasst haben sich diverse Ostschweizer Medien. Eine Presseschau.

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Das Radio FM1 begab sich nach eigenen Angaben am Donnerstagabend im Fanlokal auf «Brodwurscht-Rettigsmission». Dort musste das Lokalradio feststellen, dass die Bratwurst keine Rettung benötigt, es aber trotzdem etwas zu berichten gab. Auch Tele Ostschweiz war zugegen und fragte unter anderem Jeff Saibene, was er sich denn vom Magazin erhoffe. Dieser zeigte sich erfreut, richtet aber auch konkrete Wünsche an das Magazin, wie er dem St.Galler Tagblatt zu Protokoll gab: «Dass es sich grundsätzlich für den FC St.Gallen einsetze, aber dennoch kritisch über die sportliche Leistung berichte, lautet die Antwort.» Gute Wünsche gabs auch vom Kulturmagazin Saiten zum Start: «Und wenn das Blatt kein Blatt vor dem Mund nimmt, was wir Senf wünschen, lernt Hooligan-Hunter Hansjakob vielleicht auch, ab und zu über sich selber zu lachen.» Indessen hat der Blick am Abend bereits einen Blick ins Magazin geworfen und wagt ein erstes Urteil: «Die Zeit und Mühe hat sich gelohnt: Mit der Erstausgabe des ‚Senf‘ liegt ein 74-seitiges Heft vor, das tiefe und auch einige bisher verborgene Einblicke in die FCSG-Fankultur gibt … Das ist das Spezielle und auch die Stärke des Magazins: Es kommen sowohl Spieler, Trainer als auch die Fans zum Wort.» Wenig später doppelte Saiten auf seiner Webseite nach: «’Senf‘ stellt eine Behauptung auf, die sonst vielleicht nur in Basel gewagt wird: Nämlich dass Fussball – und da eigentlich nur der eigene Klub – so wichtig ist, dass man damit ein Magazin mit 74 Seiten füllen kann.»

Wir sind sicher, dass Fussball so wichtig ist und hoffen, dass möglichst viele Fussballinteressierte das ebenso sehen. Die Besucherzahlen der Webseite, der positive Start unserer Social Media-Kanäle sowie natürlich die Verkaufszahlen stimmen uns positiv. Nichtsdestotrotz freuen wir uns nach wie vor über jedes Feedback zu unserer Erstausgabe!


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In der Ostschweiz gibt es nur wenige Tabubrüche, die man begehen kann. Das bewusste Verzehren einer St. Galler Bratwurst mit Senf gehört mitunter sicherlich dazu. Dementsprechend hohe Wellen schlugen die anlässlich des letzten Europa League-Gruppenspiels gegen Swansea im ganzen Stadion verteilten Flyer mit dem Aufdruck: «Im neue Johr isst mer au z’Sangallä d’Brodwurscht mit Senf». Im Vorfeld der Enthüllung wurden einige Spekulationen herumgereicht, worum es sich denn nun konkret handeln könnte: Die 20 Minuten sprach von der «Senf-Bombe», beim St.Galler Tagblatt war von einer allfälligen Verbrüderung mit den ungeliebten Gästen aus Zürich die Rede und das Magazin Saiten sprach gar von SENF als Abkürzung des neugegründeten «Sondereinsatzkommando Einheimischer und Naturverbundener Fussballveganer».

Vergangenen Donnerstagabend war es dann endlich soweit: Eine beachtliche Masse an Neugierigen war der Aufforderung des Flyers ins Fanlokal gefolgt und liess es sich nicht nehmen, dem Platzen der «Senf-Bombe» beizuwohnen. Die gute Nachricht zuerst: Es handelt sich dabei keinesfalls um den vielfach befürchteten kulinarischen Paradigmenwechsel oder gar eine Verbrüderung mit Zürcher Fussballfans. Cheftrainer Jeff Saibene höchstpersönlich gebührte die Ehre den weiteren anwesenden Gästen das erste Cover des neuen Fussballmagazins SENF zu präsentieren. Passend zum Titelthema Europa fand danach eine Gesprächsrunde mit dem Trainergespann Jeff Saibene und Daniel Tarone über das vergangene Europa League-Abenteuer statt. Bei Bier und Wurst sowie musikalischer Unterhaltung wechselten die ersten Exemplare des neuen Magazins die Seiten. Weitere Möglichkeiten das Magazin zu erwerben bestehen an den Heimspielen des FC St. Gallen, im Fanlokal sowie hier auf unserer Homepage.

Ach, und übrigens: So absurd manch eine Spekulation auch gewirkt haben mag, das Magazin Saiten lag mit der Vermutung richtig, dass SENF eine Abkürzung sei. Korrekterweise steht SENF dieses Mal jedoch nicht für ein militantes Sondereinsatzkommando sondern für «St. Gallen Erkundet Neue Feriendestinationen» – wofür es in der nächsten Ausgabe steht, sei an dieser Stelle noch nicht verraten.

Impressionen vom Launch des Magazins


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In der Rubrik «Nachts an der Bar» blicken wir zurück auf eines der Highlights in der Klubgeschichte des FC St.Gallen. In der Saison 1985/1986 qualifizierte sich der FCSG für den Uefa-Cup und traf auf das grosse Inter Mailand.

Der Start in die Saison 85/86 fiel jedoch mehr als durchzogen aus. Nach dem ersten Drittel der Meisterschaft befand sich der FCSG in der unteren Hälfte der Tabelle. Insbesondere die vermeintlichen Leistungsträger befanden sich in einem Formtief. Als Braschler und Zwicker für das Länderspiel gegen Irland aufgeboten wurden, sprachen die Medien gar von einem Hohn. Die Europacupspiele gegen Inter Mailand wurden damit erst recht zum Highlight. Inters Team war gespickt mit herausragenden Spielern wie Bradi, Fanna, Altobelli sowie Tardelli, welcher später seine Karriere bei den Ostschweizern ausklingen lassen sollte. Star des Teams war jedoch die 10-Millionen-Verpflichtung Rummenigge, nach Maradona der zweitteuerste Transfer aller Zeiten bis zu jenem Zeitpunkt.

Die Freude über das Los war natürlich auch bei den Fans riesig. Zum ersten Mal wurde ein Extrazug an ein Auswärtsspiel organisiert. Extrazüge gab es bis anhin jeweils nur an den Cupfinal nach Bern. Für 125 Franken durfte man in der Holzklasse mitfahren. Wer es etwas nobler wollte, leistete sich einen gedeckten Tribünenplatz und ein 1.Klasse Ticket für den stolzen Preis von Fr. 315.-. Über 250 Fans nahmen gemeinsam die Reise auf sich. Ein Reporter des St. Galler Tagblattes begleitete die Fans und war voll des Lobes. Nur aus dem Wagen des «harten Kernes» mit den Fanclubs Super-Green, Green-Snake und Espen-Nord 84 «schrie ein Teil der Fangruppen aus dem Fenster und beschimpfte die Mannschaft von Internazionale Mailand aufs schädlichste, obwohl wir erst in Gossau Halt machten.»

In Chiasso stieg man planmässig auf die bereitstehenden Busse um. Begleitet von einem riesigen Aufgebot von Carabinieri, wurde man zum San Siro chauffiert, der ursprünglich angekündigte einstündige Aufenthalt am Mailänder Dom fiel ins Wasser. Zahlreiche Individualreisende fanden den Weg nach Mailand ebenfalls, obwohl im Vorfeld davon abgeraten wurde, weil nach dem Spiel im San Siro jeweils chaotische Zustände herrschten und der Weg zur Autobahn in der Dunkelheit von Ortsunkundigen schwer zu finden sei. Insgesamt fanden sich wohl bis zu 800 Ostschweizer im Stadion ein. Der Anblick von bewaffneten Polizisten im Stadion war jedoch für die meisten Espen neu und ein Indiz für die teilweise überbordende Heissblütigkeit der Tifosi.

FCSG-Inter Mailand


Obiger Text ist ein Ausschnitt aus einem im SENF #01 erschienen Artikel. Diese Erstausgabe kann hier bestellt werden.


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Im Ticker von SENF #01 berichten wir, wie Jeff Saibene an der Pressekonferenz nach dem Triumph in Moskau langsam realisiert, was er mit seinem Team gerade erreicht hat. «Mit einem Lächeln lehnte er sich zurück und schüttelte ungläubig den Kopf, wie diese Bilderreihenfolge zeigt. Erst der Medienchef des FCSG holte ihn zurück in die Realität, indem er Saibene auf den offenen Knopf seines Hemdes aufmerksam machte.» Das versprochene Video dazu zeigt das (etwa ab 4:40):