Am 30. Juli verleiht der SENF anlässlich des Releases der vierten Ausgabe mit dem Titel «Sicher isch sicher» erstmals den «Goldenen Schlagstock» und weitere Preise. Heute stellen wir die Nominierten vor.

Der Goldene Schlagstock

 

In der Rubrik «Goldener Schlagstock» wird jene Organisation gewürdigt, die sich in besonders bedenklicher Weise beim Thema Sicherheit rund um Fussballspiele exponiert hat. Nominiert sind die private Sicherheitsfirma Delta Security für Mitarbeiter mit zweifelhaften Facebook-Einträgen und für provokatives Auftreten in Schweizer Stadien; die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und –direktoren (KKJPD) für das «Hooligan-Konkordat», die Verschärfung davon und insbesondere zweifelhafte Begründungen, warum dieses überhaupt notwendig ist; die Kantonspolizei Aargau für ihre wiederholte Überforderung rund um Spiele des FC Aarau und vor allem für die Schliessung des Gästesektors beim Spiel FC Aarau – FC Zürich sowie die Verhaftung unzähliger friedlicher Fans anlässlich dieses Spiels; und die Kantonspolizei Luzern für ihre Taktik, anlässlich von Spielen des FC Luzerns gegen den FC St.Gallen den Bus der Gästefans auch mal hinter dem Marsch der FCL-Fans hinterherfahren zu lassen.

Den «Goldenen Käfig» gewinnt jener Club, der den schlechtesten Gästesektor aufweist. Schlechte Sicht, überforderte Ticketkontrolleure, zu wenige Eingänge: Alles haben die Fans des FCSG schon erlebt. Nominiert sind der FC Aarau für das fast schon absichtlich anmutende langsame Einlassprozedere; der FC Basel für die seit einiger Zeit neu gestaltete Eingangssituation mit Rund-um- und Über-Kopf-Gittern; der FC Sion für die Verbarrikadierung des Gästesektors und die Anstellung eines zweifelhaften Sicherheitsteams; und der FC Luzern für eine Kombination aus langsamem Einlass und absolut schlechter Sicht aufs Spielfeld.

Der Preisträger des «Goldenen Altpapiers» darf sich darüber freuen, sich besonders negativ in der Berichterstattung rund um den Fussball hervorgetan zu haben. Nominiert sind: Francesco Benini für den unsäglichen Artikel «Bis zum ersten Toten» in der NZZ am Sonntag; Fredi Kurth für seine Kolumne Gegentribüne auf tagblatt.ch, bei der er immer wieder komplette Unkenntnis über die Fans zeigt; der Blick für langjährige Hetze gegen Fussballfans; und 20Minuten insbesondere dafür, am längsten die Falschmeldung der angeblichen 3 Millionen Franken Sachschaden in Fussball-Extrazügen verbreitet zu haben.

Zum Schluss möchten wir mit dem «Goldenen Megaphon» aber auch noch jemanden prämieren, der sich besonders positiv im Diskurs rund um Fussball und seine Fans hervorgetan hat. Nominiert sind: die Zürcher Anwältin Manuela Schiller für die dutzenden von Fällen, in denen sie Fussballfans vertreten hat; der FCB-Präsident Bernhard Heusler für seine Voten, mit denen er als einer der wenigen Präsidenten Ahnung von der Materie zeigt; der FCSG-Sicherheitsverantwortliche Benni Burkart für die Entspannung an den Eingängen zu unserem Stadion; und Thomas Gander für seine jahrelange Arbeit bei der Fanarbeit Schweiz.

Sämtliche Preise werden anlässlich des Releases des SENF #04 «Sicher isch sicher» vergeben. Dieser findet am 30. Juli im Fanlokal an der Lämmlisbrunnenstrasse 7 statt. Los gehts um 20.00 Uhr, die Türen öffnen sich um 19.00 Uhr. Eintritt frei.

Ein Gedanke zu „«NOMINIERT SIND…»

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