Das heutige Spiel des FCSG gegen GC ist bekanntlich abgesagt worden. Für einmal waren es nicht renitente Senioren mit Spazierstöcken oder «sogenannte» Fans mit pyrotechnischem Spielzeug, welche das Spiel gegen den stadionlosen Rekordmeister («Meh Respeckt!») gefährdet hatten. Wie schon gegen Sion – damals unter gütiger Mithilfe von fehlender Motivation und voller Bäuche aufgrund einer Sauerkrautparty in Martigny – ist es heute wegen des andauernden Schneefalls wieder nicht möglich, Fussball zu spielen.

FCSG_Saison 33-34_Espenmoos_Schnee

Eigentlich ist es schon traurig: Da erbarmt sich die Liga ausnahmsweise einmal und ermöglicht dem FC St.Gallen eines der beliebten Samstagabendspiele und dann wird dieses doch an einem Montagabend angepfiffen. Dies aufgrund des starken Schneefalls in der Ostschweiz. Dafür kann die Liga ausnahmsweise einmal nichts. Für das Wetter sind bekanntlich andere Instanzen zuständig. Frau Holle zum Beispiel. Dabei würde es wohl niemanden stören, wenn sie ihre Bettwäsche für einmal nicht ausschütteln würde. Oder dies zumindest an einem anderen Tag tun würde. Aber es ist von Frau Holle wahrscheinlich zu viel verlangt, ihre Gewohnheiten den fussballhungrigen Ostschweizern zuliebe über Bord zu werfen oder ihre Bettwäsche während der Winterpause so kräftig auszuschütteln, dass sie bei Wiederaufnahme des Ligabetriebs wie der Platzwart des FCSG mit einer Schulterverletzung das Bett hüten muss. Doch damit ist das Schneeproblem noch lange nicht gelöst. Zum Streiten braucht es bekanntlich immer zwei – zum Schnee machen auch.

Frau Holle und Petrus teilen sich dieses Business und wenn einer der beiden ausfällt, springt der andere gerne ein. Schliesslich ist auch Petrus mit seiner selbstgefälligen Art nicht ganz unschuldig an der aktuellen Misere: Zuerst lässt er die schneehungrigen Touristen in den Skigebieten den halben Winter die braunen Berghänge runterrutschen und wenn niemand mehr Schnee will, holt er das Verpasste nach, um auch noch den Fussballvereinen das Geschäft zu vermiesen. Petrus wird heute Abend wohl grinsend auf das unbeleuchtete Spielfeld hinunterblicken und sich diebisch darüber freuen, am Montag ein wenig Challenge League-Feeling in die Ostschweiz zu bringen. Schliesslich ist kaum zu erwarten, dass der Rekordmeister aus Zürich auch an einem Montagabend seine Fans aus dem Aargau und der Innerschweiz dazu mobilisieren kann, den weiten Weg nach St.Gallen auf sich zu nehmen. Dies insbesondere wenn man bedenkt, dass es auch noch keinesfalls sicher ist, ob die Bedingungen in drei Tagen besser sein werden.

Eines ist jedoch sicher: Unsere Stürmer werden auch am Montag alles dafür geben, den Ball im gegnerischen Tor und nicht im St.Galler Nachthimmel zu versenken. Auch wenn die Versuchung gross wäre, Petrus den ruhigen Abend zu versauen.

Bild: Schneebedecktes Espenmoos in der Saison 1933/34 (Quelle: Stadtarchiv SG)

Ein Gedanke zu „IMMER
ÄRGER MIT PETRUS

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