Felix Lauffer – FCSG-Fan auf der Gegentribüne – hat uns sein grün-weisses Fussball-ABC in Reimform zukommen lassen, das wir hier natürlich sehr gerne veröffentlichen.

Gegentribuene

Abstieg – Schreckgespenst für alle! –
soll nie mehr ein Thema sein.
Dafür setzen sich, so hofft man,
Vorstand, Trainer, Spieler ein.

Ballbesitz ist äusserst wichtig
für ein attraktives Spiel.
Führt er aber nicht zu Toren,
nützt er nicht besonders viel.

Continis Ex-St.Galler sind
bei ihm gewiss in guten Händen,
doch wollen den Vaduzer-Fluch
wir ein für alle Mal beenden.

Das Espenmoos ist längst Geschichte,
und auch Arena heissts nicht mehr.
Mit «kybunpark» tun sich die Leute,
so wie man hört, noch etwas schwer.

Ersatztorhüter Herzog ist
geduldig und loyal.
Das ehrt ihn sehr, denn er ist ja
nur selten erste Wahl.

Freistösse tritt er fabelhaft,
Aleksic, unser Star.
Man wünscht, es sei auch künftig so,
wie es schon mehrmals war.

Gaudino, jung und unverbraucht,
entzückt mit seiner Kunst
und steht darum beim Publikum
in allerhöchster Gunst.

Hefti setzt sich vorbildlich ein,
mit Kampf und Leidenschaft.
Als Youngster hat er darum früh
den Sprung ins Team geschafft.

Internationale Spiele
hätten alle liebend gern,
doch in aktueller Lage
bleiben sie unendlich fern.

Junge Spieler sind zu fördern,
das hat seine Gültigkeit.
Aber bis zur echten Reife
dauert es halt seine Zeit.

Karadeniz, zwar ein Hüne,
war nicht wirklich ein Gewinn.
Dass er auch schon wieder abreist,
ist durchaus in unserm Sinn.

Lopar, unser Super-Hüter!
Immer ist auf ihn Verlass.
Wenn er seine Klasse ausspielt,
macht der Fussball richtig Spass.

Mutsch, der Kämpfer mit viel Power,
ist für unser Team fürwahr
ein nachahmenswertes Beispiel
(trotz dem angegrauten Haar).

Nachspielzeit ist dann von Nutzen,
wenn die Mannschaft auch versteht,
dass ein wirkungsvoller Einsatz
bis zum Schlusspfiff weiter geht.

Offside-Regeln bieten häufig
Stoff für grosse Diskussion,
denn es prellen Fehlurteile
Skorer oft um ihren Lohn.

Penalty für unsern Gegner
ist nicht das, was uns gefällt.
Umso grösser ist der Jubel,
wenn ihn Dani sicher hält.

Qualität in unsrer Mannschaft
ist das dringendste Gebot,
denn sonst herrscht dann Ende Saison
wieder allergrösste Not.

Rückrunden sind nicht unsere Stärke,
das zeigte die Vergangenheit.
Dies künftig radikal zu ändern,
ist es nun wirklich höchste Zeit.

Stürmer, die auch endlich treffen,
sind bei uns unheimlich rar.
Gern würd‘ man sich einen wünschen,
wie es Zamorano war.

Tore müssen wir erzielen,
dafür gilt es erst einmal
echte Könner aufzutreiben
für das Angriffs-Personal.

Unterstützung braucht die Mannschaft,
damit sie den Sieg erringt.
Darum ist es äusserst wichtig,
dass der zwölfte Mann sie bringt.

Verletzungen gehören leider
zum Fussball, wie der Punkt zum i.
Auch wenn man sich das noch so wünschte,
ganz ohne geht es schliesslich nie.

Wunderdinge auf die Schnelle
schaffen, kann ein Trainer nicht.
Aber nach dem Einarbeiten
steht auch er dann in der Pflicht.

X-beliebig gilt für Spieler,
die vor langer Zeit als Kind
grosse Hoffnungsträger waren,
aber dann gestrandet sind.

Yverdon war einst auch Gegner,
aber das ist lange her.
Gegenwärtig gibt es diese
Konstellation nicht mehr.

Zuschauer hat der FCSG
gewiss die besten weit und breit.
In guten und in schlechten Tagen:
Sie halten zu ihm, jederzeit.

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