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Nach dem nicht ganz unglücklichen Sieg des FCSG in Thun war die Stimmung unter den Fans gelöst. Bis die drei Punkte im Trockenen waren, mussten die Fans ganz schön zittern. Nichts Ungewöhnliches. Das Senf-Kollektiv präsentiert zehn weitere Momente, die jeder FCSG-Fan kennt.

Wenn du bei der Eingangskontrolle gefragt wirst, ob du schon kontrolliert wurdest:
kontrolliert

Wenn die Aufstellung des Gegners ertönt:
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Wenn du ganz fest daran glaubst, dass diesmal alles besserwird:
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Wenn der FCSG gegen einen direkten Konkurrenten in Führung geht:
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Wenn du noch den Führungstreffer bejubelst und der Gegner schon den Ausgleich erzielt:
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Wenn du hörst, dass es Freibier gibt:
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Wenn du in der Pause pinkeln musst:
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Wenn der FCSG ein Tor schiesst, während du auf der Toilettebist, und du deshalb später zu den Jubelnden stösst:
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Wenn du nach dem Spiel gefragt wirst, ob du wieder einmal (zu viel) getrunken hast:
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Wenn du gefragt wirst, wie es der FCSG geschafft hat, drei Punkte mit nach Hause zu nehmen:
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Dieser Beitrag erschien am 22. September 2016 beim Ostschweizer Kulturmagazin Saiten. Das SENF-Kollektiv veröffentlicht dort in der Rubrik «Am Ball» nach jedem Auswärtsspiel einen Beitrag zum Geschehen auf und neben dem Fussballplatz.


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SENF06_Cover-Vorbestellung

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wir stehen morgens meist zur gleichen Zeit auf, um dem genau gleichen Tagesablauf zu folgen: Wir gehen zur gleichen Zeit zur Arbeit, essen zur gleichen Zeit zu Mittag, arbeiten weiter und verlassen den Arbeitsplatz wieder zur gleichen Zeit.

Auch der Besuch eines Fussballspiels hat etwas Rituelles. Regelmässige Stadiongänger folgen beim Stadionbesuch ebenfalls einem gewissen Ablauf. Sei dies durch die Wahl der immer gleichen Fussball-Kluft, dem Beharren auf dem eigenen Platz im Stadion, der individuellen Verarbeitung von Niederlagen oder dem ritualisierten Feiern eines Sieges.

So sehr solche ritualisierten Handlungen zum individuellen Besuch eines Fussballspiels gehören, so sehr verengen sie mit der Zeit auch die Sicht auf den Matchtag. Mit der sechsten Ausgabe des SENF geben wir Gegensteuer. Wir haben einen Spieltag aus der Perspektive des Espenblocks und der Gegentribüne sowie von der Trainerposition am Spielfeldrand aus verfolgt.

Zudem haben wir uns mit Ottmar Hitzfeld unterhalten, Fans bei der bierseligen Niederlagenverarbeitung belauscht und uns mit dem Stadionsprecher Richard Fischbacher unterhalten. Und natürlich präsentieren wir – wie versprochen – exklusiv die Biografie von Ky-Bun Park, jenem ehemaligen südkoreanischen Nationalspieler, der seit wenigen Wochen als Namensgeber für unser Stadion fungiert.

Der Release der neusten Ausgabe findet am Samstag, 13. August, im Fanlokal statt (zur Facebook-Veranstaltung). Türöffnung ist um 19.00 Uhr, los gehts um 20.00 Uhr. Wer den SENF jetzt schon vorbestellen will, kann das hier tun.


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Felix Lauffer – FCSG-Fan auf der Gegentribüne – hat uns sein grün-weisses Fussball-ABC in Reimform zukommen lassen, das wir hier natürlich sehr gerne veröffentlichen.

Gegentribuene

Abstieg – Schreckgespenst für alle! –
soll nie mehr ein Thema sein.
Dafür setzen sich, so hofft man,
Vorstand, Trainer, Spieler ein.

Ballbesitz ist äusserst wichtig
für ein attraktives Spiel.
Führt er aber nicht zu Toren,
nützt er nicht besonders viel.

Continis Ex-St.Galler sind
bei ihm gewiss in guten Händen,
doch wollen den Vaduzer-Fluch
wir ein für alle Mal beenden.

Das Espenmoos ist längst Geschichte,
und auch Arena heissts nicht mehr.
Mit «kybunpark» tun sich die Leute,
so wie man hört, noch etwas schwer.

Ersatztorhüter Herzog ist
geduldig und loyal.
Das ehrt ihn sehr, denn er ist ja
nur selten erste Wahl.

Freistösse tritt er fabelhaft,
Aleksic, unser Star.
Man wünscht, es sei auch künftig so,
wie es schon mehrmals war.

Gaudino, jung und unverbraucht,
entzückt mit seiner Kunst
und steht darum beim Publikum
in allerhöchster Gunst.

Hefti setzt sich vorbildlich ein,
mit Kampf und Leidenschaft.
Als Youngster hat er darum früh
den Sprung ins Team geschafft.

Internationale Spiele
hätten alle liebend gern,
doch in aktueller Lage
bleiben sie unendlich fern.

Junge Spieler sind zu fördern,
das hat seine Gültigkeit.
Aber bis zur echten Reife
dauert es halt seine Zeit.

Karadeniz, zwar ein Hüne,
war nicht wirklich ein Gewinn.
Dass er auch schon wieder abreist,
ist durchaus in unserm Sinn.

Lopar, unser Super-Hüter!
Immer ist auf ihn Verlass.
Wenn er seine Klasse ausspielt,
macht der Fussball richtig Spass.

Mutsch, der Kämpfer mit viel Power,
ist für unser Team fürwahr
ein nachahmenswertes Beispiel
(trotz dem angegrauten Haar).

Nachspielzeit ist dann von Nutzen,
wenn die Mannschaft auch versteht,
dass ein wirkungsvoller Einsatz
bis zum Schlusspfiff weiter geht.

Offside-Regeln bieten häufig
Stoff für grosse Diskussion,
denn es prellen Fehlurteile
Skorer oft um ihren Lohn.

Penalty für unsern Gegner
ist nicht das, was uns gefällt.
Umso grösser ist der Jubel,
wenn ihn Dani sicher hält.

Qualität in unsrer Mannschaft
ist das dringendste Gebot,
denn sonst herrscht dann Ende Saison
wieder allergrösste Not.

Rückrunden sind nicht unsere Stärke,
das zeigte die Vergangenheit.
Dies künftig radikal zu ändern,
ist es nun wirklich höchste Zeit.

Stürmer, die auch endlich treffen,
sind bei uns unheimlich rar.
Gern würd‘ man sich einen wünschen,
wie es Zamorano war.

Tore müssen wir erzielen,
dafür gilt es erst einmal
echte Könner aufzutreiben
für das Angriffs-Personal.

Unterstützung braucht die Mannschaft,
damit sie den Sieg erringt.
Darum ist es äusserst wichtig,
dass der zwölfte Mann sie bringt.

Verletzungen gehören leider
zum Fussball, wie der Punkt zum i.
Auch wenn man sich das noch so wünschte,
ganz ohne geht es schliesslich nie.

Wunderdinge auf die Schnelle
schaffen, kann ein Trainer nicht.
Aber nach dem Einarbeiten
steht auch er dann in der Pflicht.

X-beliebig gilt für Spieler,
die vor langer Zeit als Kind
grosse Hoffnungsträger waren,
aber dann gestrandet sind.

Yverdon war einst auch Gegner,
aber das ist lange her.
Gegenwärtig gibt es diese
Konstellation nicht mehr.

Zuschauer hat der FCSG
gewiss die besten weit und breit.
In guten und in schlechten Tagen:
Sie halten zu ihm, jederzeit.


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Fans, Polizei und Vereine streiten sich in regelmässigen Abständen darüber, weshalb kritische Situationen anlässlich von Fussballspielen manchmal zur Eskalation führen. Der Schwarze Peter wird dabei gerne der jeweils anderen Partei zugeschoben. Der Berner Sportwissenschaftler Alain Brechbühl wollte es genauer wissen und hat zu diesem Zweck bereits wissenschaftliche Studien durchgeführt. Wir lassen ihn nach seinem ersten Beitrag aus dem Jahr 2014 und den mittlerweile aktualisierten Befunden noch einmal in einem Gastbeitrag zu Wort kommen.

Fanmarsch in Swansea

Fangewalt ist in der Schweiz ein medialer und politischer Dauerbrenner. Das verdeutlichen etwa politische Vorstösse wie das Hooligankonkordat oder die medialen Debatten um hohe Sicherheitskosten wie zuletzt nach den Ausschreitungen rund um das Spiel FCB-FCZ im April. In der Schweiz wird – wie jüngst im Jahresbericht des Bundesamtes für Polizei – die Wichtigkeit der Ultras bei der Auslösung von gewalttätigen Ausschreitungen hervorgehoben. Aktuelle Studien aus dem Ausland hingegen betonen die Interaktionen der involvierten Gruppen (zum Beispiel Fans und Polizei) als Ursache von Fangewalt. Ein Erklärungsansatz hierfür bietet das Elaborated Social Identity Model (ESIM) von Steve Reicher. Das ESIM besagt vereinfacht, dass jegliche Handlungen der gegenüberstehenden Gruppe stets interpretiert und bewertet werden. Werden etwa Handlungen der Polizei von den Fans als illegitim wahrgenommen, kann dies zu einer Vereinigung von friedlichen und gewaltbereiten Fans führen, so dass plötzlich der Grossteil der Fans ein gewalttätiges Handeln der Fans als gerechtfertigt empfindet.

Verschiedene Studien (zum Beispiel Stott, Hoggett, & Pearson, 2012) empfehlen entsprechend eine zurückhaltende Polizeitaktik, in der Ordnungsdienst-Einheiten im Hintergrund behalten werden, während an der Front vor allem kleinere, normal uniformierte Polizei-Teams arbeiten. Gemäss diesen vorliegenden Resultaten sind die Wahrnehmungen und Interpretationen der involvierten Personen essentiell für ein besseres Verständnis von Fangewalt. Bisher existierten jedoch nur Studien aus dem Ausland; und diese wurden mehrheitlich im Rahmen von Spielen der Nationalmannschaften durchgeführt. Aussagekräftige Studien aus dem zentraleuropäischen Klubfussball und mit Ultras fehlten hingegen bisher gänzlich. Die durchgeführte Studie beschäftigt sich deshalb unter anderem mit den Wahrnehmungen von kritischen Situationen rund um Spiele des BSC YB und des FCSG. Eine kritische Situation wurde dabei als ein Interessenskonflikt zwischen zwei gegenüberstehenden Gruppen (zum Beispiel Fans & Polizei/Sicherheitsdienst) definiert, bei welcher es unklar ist, ob die Situation in einer Eskalation endet oder nicht. In einer kritischen Situation wartete bspw. eine Gruppe Fussballfans bei der Eingangskontrolle innerhalb des Durchsuchungsbereichs auf ihre Kollegen, worauf plötzlich eine Gruppe aus Sicherheitsdienstmitarbeitern in voller Ausrüstung in den Bereich kam, um die Fans ins Stadion zu drängen. Konkret wurde den Fragen nachgegangen wie die involvierten Parteien eine solche kritische Situation wahrnahmen und wie sich kritische Situationen ohne eine Eskalation von solchen mit einer gewalttätigen Eskalation unterscheiden.

Für die Studie haben wurden insgesamt acht solcher kritischen Situationen aus der Saison 2012/13 untersucht.  Vier davon endeten in Gewalt. Zu allen acht Situationen haben wir verschiedene Personen befragt, um genauere Erkenntnisse zu erhalten. Dafür wurden total 59 Interviews mit 35 verschiedenen Personen geführt. Darunter waren Fans, Fanarbeiter, Polizisten und Mitarbeiter von Sicherheitsdiensten.

Die interviewten Personen zeigten häufig gruppenspezifische Wahrnehmungen. Die Fans etwa hatten klare Vorstellungen bezüglich ihres eigenen Raums. Entsprechend dieser Vorstellungen wurde die Distanz zu der gegenüberstehenden Gruppe in zwei Fällen als ungenügend betrachtet, wohingegen die Polizei beziehungsweise die Mitarbeiter von Sicherheitsdiensten diese als genügend bewerteten. Die fehlende Distanz wurde von den Fans als aggressives oder provokatives Handeln bewertet. Die Bewertungen der gegenüberstehenden Gruppe wurden jeweils mit (negativen) Beispielen aus der Vergangenheit belegt. Manche Fans, Polizisten und Sicherheitsangestellte neigten ebenso zur negativen Stereotypisierung der gegenüberstehenden Gruppe. So beschrieben etwa mehrere Polizisten und Sicherheitsangestellte die Fussballfans generell als gewaltsuchend und provokativ. Drei Fussballfans beschrieben die Polizei und Sicherheitsangestellten als ihr Feindbild. Auch das Äussere der gegenüberstehenden Gruppe floss in die Bewertung der Situation mit ein. Die Fans identifizierten die Ordnungsdienst-Montur (bestehend aus Körperpanzerung, Helm, Schild, etc.) als provokativ, wohingegen Polizei und Sicherheitsangestellte die Vermummung und Handschuhe der Fans als Symbol für Gewalt bezeichneten. Insbesondere die Fans bewerteten die Handlungen der gegenüberstehenden Gruppe kritisch, indem sie diese als legitim oder illegitim bezeichneten. Bei der Wahrnehmung von illegitimem Verhalten der gegenüberstehenden Gruppe wurden Bemühungen zur Selbstregulierung der kritischen Situation reduziert. Stattdessen wurde Verständnis für die Selbstverteidigung aggressiver Fans gezeigt. Für diese Bewertungen scheint auch die vorherrschende Fankultur von Relevanz.

Kritische Situationen blieben am ehesten friedlich, wenn ein informativer Dialog zwischen den Gruppen stattfand, der über die Ziele der aktuellen und zukünftigen Handlungen der beiden Gruppen informierte. Auch der Verzicht auf provokative Elemente (Ordnungsdienst-Montur, Vermummung) wirkte sich im Rahmen der acht Situationen positiv auf den Verlauf der Situation aus. Im Gegensatz dazu führte die Verhaftung eines Fans aufgrund von pyrotechnischem Material zu einer Eskalation. Auch hier scheint die vorherrschende Fankultur zentral: Die interviewten Fans messen der Verwendung von Pyro eine hohe Wichtigkeit bei. Des Weiteren versuchten einige Fans sich in der Rivalität mit anderen Gruppen als mächtig zu präsentieren. Dies zeigte sich insbesondere mit gegnerischen Fangruppen, wobei Provokationen zwischen den Fangruppen zu einer Eskalation führten.

Entsprechend unterstützt die durchgeführte Studie die bereits vorhandenen Resultate aus dem Ausland (zum Beispiel das ESIM): Basierend auf den Ergebnissen könnte empfohlen werden, die Ordnungsdienst-Einheiten im Hintergrund zu behalten und an der Front Dialogteams einzusetzen. Die Trennung der Fans sollte bestmöglich aufrechterhalten werden um Aufeinandertreffen zu verhindern, wobei hier infrastrukturelle Massnahmen zu bevorzugen wären. Ebenso sollte die Diskussion über Pyrotechnik vorangetrieben werden, da sich Verhaftungen aufgrund von Pyro als relevanter Punkt für Eskalationen zeigte in dieser Studie.


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Dem Stadion des FC St.Gallen steht ein Namenswechsel bevor. Ein erneuter Verkauf der Namensrechte scheint unumgänglich. Darunter leidet die Identifikation.

Panorama-Ansicht des Stadions

Gemäss Medienberichten könnte die Spielstätte des FC St.Gallen schon bald Kybun-Stadion heissen. Ob nun der Schuhhersteller zum Zug kommt oder nicht – der bevorstehende Namenswechsel verdeutlicht ein grundsätzliches Problem: Die Heimat unserer Mannschaft hat keinen dauerhaften Namen.

Der Verkauf der Namensrechte mag ökonomisch sinnvoll sein. Trotzdem: Ohne dauerhaften Namen wird das Stadion des FC St.Gallen nie die beinah schon mythische Bedeutung haben, wie sie das Espenmoos einst hatte.

Ein Verkauf der Namensrechte beeinträchtigt die Identifikation der Fans mit dem Verein, indem sie den zentralen Bezugspunkt einer jeden Fan-Biografie austauschbar macht. Man stelle sich die Diskussion in einigen Jahrzehnten vor, wenn sich altgediente Fans nachts an der Bar über die raren Erfolge der Vereinsgeschichte unterhalten:

«Weisst du noch, als wir damals in der AFG Arena im Cuphalbfinal standen?»

«War das nicht schon im Kybun-Stadion?»

«Nein, nein, aber in dem waren wir doch mal kurz vor dem Einzug in die Europa League-Gruppenphase?»

Je häufiger der Name wechselt, desto grösser die Verwirrung. Desto grösser das Problem. Bereits im letzten Sommer haben wir die Diskussion angestossen, wie man diesem Missstand Abhilfe schaffen könnte. Und auch der Schäfer hatte seine aufmüpfige Meinung dazu.

Uns erreichten damals unzählige Vorschläge, die wir zu gruppieren versucht haben.

Die Historischen:
Fussball ist immer auch Geschichte. Um das darzustellen, bieten sich in St.Gallen vor allem zwei Begriffe an: «Espen» und «Gallus». Wenig verwunderlich erreichten uns einige solcher Vorschläge, wahlweise kombiniert mit Park, Platz, Arena oder Garten. Auch etwas exklusivere Varianten kamen vor, wie zum Beispiel der «Espenpalast» oder das «Gallus-Stübli».

Die Pragmatischen:
Viele Fans haben sich schon damit abgefunden, dass das Stadion wohl immer einen Sponsorennamen tragen wird. Sie versuchen, daraus das Optimum rauszuholen. Ganz offensichtlich kommt für viele nur eine Firma als Sponsor in Frage: Schützengarten. Das hätte den Vorteil, dass der Name des Stadions gleich ohne Zusatz auskommen würde. Der «Schützengarten» wäre allein schon ein funktionierender Stadionname. Und vermutlich sogar einer, der das eigentliche Sponsoring der Firma überdauern könnte.

Die Kritischen:
Auch Kritik wurde vereinzelt mit der Einsendung eines Vorschlags verbunden. So deuten wir zumindest die Schöpfung «Sankt Guantanamo» als Hinweis auf die – zumindest früher festzustellenden – Verhältnisse beim Einlass in den Gästeblock. Auch der Vorschlag «Karin Keller-Sutter-Kampfbahn» dürfte eine subtile Message beinhalten.

Die Amüsanten:
Natürlich war nicht alles ganz ernst gemeint oder nicht problemlos umsetzbar. Darunter hat uns neben dem «Böllä vörä Stadion» vor allem folgender Vorschlag ein Schmunzeln entlockt:

Der Name muss von unten kommen
Namensrechte werden wohl immer verkauft werden, solange sich ein Käufer finden lässt. Dessen sind wir uns durchaus bewusst. Trotzdem, wie wir letzten Sommer schon festgestellt hatten: Unsere Heimat hat einen Namen verdient, der nicht wie ein Spieler ausgewechselt wird. Und wenn er nur inoffiziell ist.

Während wir uns nicht anmassen, den passenden Namen zu bestimmen, hoffen wir doch, mit dieser Zusammenstellung nochmal eine Diskussion anstossen zu können. Und in diese möchten wir natürlich auch nochmal unseren eigenen Vorschlag einbringen: Warum nicht Emil-Gretler-Stadion?


Dieser Beitrag erschien am 10. Mai 2016 beim Ostschweizer Kulturmagazin Saiten. Das SENF-Kollektiv veröffentlicht dort in der Rubrik «Am Ball» nach jedem Auswärtsspiel einen Beitrag zum Geschehen auf und neben dem Fussballplatz.