Auch über fünf Jahre nach dem Umzug vom Osten in den Westen der Stadt St.Gallen trauern viele noch dem Espenmoos nach. Die unvergleichliche Nähe zum Spielfeld, die stillvolle Haupttribüne kombiniert mit eher improvisiert anmutenden Stehplatzbereichen, der Weg durchs Quartier und die Schrebergärten… Auch wenn wir – ganz ohne grün-weisse Brille – sicher behaupten können, in der Ära der neuen Stadien ein eher besseres Los gezogen zu haben: Die Individualität, das Einzigartige fehlt im Westen der Stadt. Im SENF #01 hat Stefano Razzetti diesen Umstand sehr schön beschrieben: «Das Espenmoos war viel familiärer … Jetzt ist das Stadion ein riesiger Betonkomplex. Es ist einfach mehr Business als damals.» Offenbar sieht man das nicht nur in St.Gallen so. Im aktuellen tschutti heftli äussert sich Alain Wiss, seines Zeichens Luzerner, so: «Als ich vor sieben Jahren begann, gab es noch das Espenmoos in St.Gallen. Die Stimmung in diesem Stadion war immer top, da spielte ich immer gerne. Heute haben wir viele neue Stadien, aber leider sind alle ein bisschen ähnlich. Das Spezielle geht verloren.»

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«Zusammengefasst gibt es in St. Gallen wirklich nicht viel zu meckern. Das Stadion ist hübsch, die Fans machen Lärm wie die Grossen und die Mannschaft spielt nahe am Optimum ihrer Möglichkeiten. Was fehlt zur Glückseligkeit? Senf!» Zugegeben: Das neue News-Portal Watson nahm wohl keinen Bezug auf unser Magazin. Trotzdem springen wir gerne in die Bresche. Tatsächlich mit dem Magazin befasst haben sich diverse Ostschweizer Medien. Eine Presseschau.

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Das Radio FM1 begab sich nach eigenen Angaben am Donnerstagabend im Fanlokal auf «Brodwurscht-Rettigsmission». Dort musste das Lokalradio feststellen, dass die Bratwurst keine Rettung benötigt, es aber trotzdem etwas zu berichten gab. Auch Tele Ostschweiz war zugegen und fragte unter anderem Jeff Saibene, was er sich denn vom Magazin erhoffe. Dieser zeigte sich erfreut, richtet aber auch konkrete Wünsche an das Magazin, wie er dem St.Galler Tagblatt zu Protokoll gab: «Dass es sich grundsätzlich für den FC St.Gallen einsetze, aber dennoch kritisch über die sportliche Leistung berichte, lautet die Antwort.» Gute Wünsche gabs auch vom Kulturmagazin Saiten zum Start: «Und wenn das Blatt kein Blatt vor dem Mund nimmt, was wir Senf wünschen, lernt Hooligan-Hunter Hansjakob vielleicht auch, ab und zu über sich selber zu lachen.» Indessen hat der Blick am Abend bereits einen Blick ins Magazin geworfen und wagt ein erstes Urteil: «Die Zeit und Mühe hat sich gelohnt: Mit der Erstausgabe des ‚Senf‘ liegt ein 74-seitiges Heft vor, das tiefe und auch einige bisher verborgene Einblicke in die FCSG-Fankultur gibt … Das ist das Spezielle und auch die Stärke des Magazins: Es kommen sowohl Spieler, Trainer als auch die Fans zum Wort.» Wenig später doppelte Saiten auf seiner Webseite nach: «’Senf‘ stellt eine Behauptung auf, die sonst vielleicht nur in Basel gewagt wird: Nämlich dass Fussball – und da eigentlich nur der eigene Klub – so wichtig ist, dass man damit ein Magazin mit 74 Seiten füllen kann.»

Wir sind sicher, dass Fussball so wichtig ist und hoffen, dass möglichst viele Fussballinteressierte das ebenso sehen. Die Besucherzahlen der Webseite, der positive Start unserer Social Media-Kanäle sowie natürlich die Verkaufszahlen stimmen uns positiv. Nichtsdestotrotz freuen wir uns nach wie vor über jedes Feedback zu unserer Erstausgabe!


Im Ticker von SENF #01 berichten wir, wie Jeff Saibene an der Pressekonferenz nach dem Triumph in Moskau langsam realisiert, was er mit seinem Team gerade erreicht hat. «Mit einem Lächeln lehnte er sich zurück und schüttelte ungläubig den Kopf, wie diese Bilderreihenfolge zeigt. Erst der Medienchef des FCSG holte ihn zurück in die Realität, indem er Saibene auf den offenen Knopf seines Hemdes aufmerksam machte.» Das versprochene Video dazu zeigt das (etwa ab 4:40):