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Vor rund zwei Jahren sorgte die Enthüllungsplattform «Football Leaks» zum ersten Mal für Aufsehen. Bis heute ist unbekannt, wer hinter dieser als Blog betriebenen Dokumentenablage steht. Journalisten, die einen Kontakt herstellen können, müssen mit dem Pseudonym John vorliebnehmen. So auch Rafael Buschmann und Michael Wulzinger, die den Whistleblower getroffen und vor kurzem das Buch «Football Leaks: Die schmutzigen Geschäfte im Profifussball» veröffentlicht haben.

John weiss Bescheid über Transfer-Summen, Löhne und Vertragsdetails der Fussballwelt. Über «die Schattenwelt der Branche», wie es im Klappentext des jüngst erschienen Buches heisst. Diese wird durchleuchtet wie noch selten zuvor. «Es sind legale, halblegale und vermutlich auch illegale Deals, der grösste Teil davon war bis zu den Enthüllungen nicht bekannt», schreibt die Journalistin Nicole Selmer in einer Rezension. Und weiter: «Die Enthüllungen der ‚Football Leaks‘ reihen sich ein in die Berichte über korrupte und korrumpierende Fussballinstitutionen und Akteure. Längst hat ein Gewöhnungseffekt eingesetzt, und diese Nachrichten werden allzu schnell mit einem Achselzucken hingenommen. Die Autoren fordern auch deswegen, dass der Fussball nicht sich selbst und seinen Regeln überlassen bleiben darf.»

Am 16. September 2017 ist einer der Autoren, Spiegel-Redakteur Michael Wulzinger, in St.Gallen zu Gast. SENF präsentiert eine Lesung mit Wulzinger. Er wird anschliessend in einer offenen Fragerunde Einblick in den Entstehungsprozess des Buches, die Recherchen und andere Themen geben. Die Veranstaltung startet um 19.00 Uhr im Bierhof in St.Gallen, der Eintritt ist frei und das Buch kann vor Ort erworben werden.


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Felix Lauffer – FCSG-Fan auf der Gegentribüne – hat sich erneut ans Reimen gemacht und uns einige Gedanken zur neuen Saison zukommen lassen.

Da ist ein neuer Präsident,
den bisher keiner richtig kennt.
Man hofft, er setzt sich tüchtig ein
und führt erfolgreich den Verein.

Contini, ruhig, kompetent,
der seine Spieler bestens kennt,
bringt Qualität und frischen Wind,
was hoffnungsvolle Zeichen sind.

Ajeti, den die Fans so lieben,
ist Gott sei Dank bei uns geblieben.
Zwar hat ihn Basel arg bequasselt,
doch dann den Deal aus Geiz vermasselt.

Von Ben Khalifa wird erwartet,
dass er gleich mit Furore startet
und – lieber heute schon als morgen –
kann für die tollsten Tore sorgen.

Verteidiger (Ex-Zürcher) Koch
hat viel Talent, doch muss er noch
in Zukunft den Beweis erbringen,
dass seine Pläne auch gelingen.

Tschernegg, der neue starke Mann,
zeigt von Beginn weg, was er kann.
Beherzt, mit Übersicht und Mut
macht er es überraschend gut.

Barnetta mit dem Kämpferherz
kennt, auch wenn’s wehtut, keinen Schmerz.
Er ist ein Vorbild und Idol
und fühlt sich in St. Gallen wohl.

Roman Buess zeigt seine Stärke
und geht resolut zu Werke.
Ist er weiter so in Form.
nützt er seinem Team enorm.

Aleksic – leider ist das so –
macht uns nicht immer restlos froh.
Sein grandioses Freistoss-Tor
zeigt aber: Er kann’s nach wie vor!

Arratore, grosse Klasse,
toller Einsatz, Tempo, Rasse.
Damit bringt er, das ist klar,
stets die Gegner in Gefahr.

Silvan Hefti kann von allen
ganz besonders gut gefallen.
Seine Reife und sein Können
mag man ihm von Herzen gönnen.

Die letzte Saison war fürwahr
ein hoffnungslos verlorenes Jahr.
Doch gross ist nun die Zuversicht:
Das wiederholt sich sicher nicht!


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Die Nachricht schlug ein: Aus gesundheitlichen Gründen tritt Dölf Früh als Präsident des FC St.Gallen schon im Mai zurück. Wie er in die Clubgeschichte eingeht, wird massgeblich auch davon geprägt sein, wem er die Macht übergibt.

Als Dölf Früh 2010 das Präsidentenamt beim FC St.Gallen übernahm, hatte der Club gerade eine der schwersten Krisen durchlebt. Zusammen mit anderen Geldgebern bewahrte Früh den Club vor dem Konkurs, verlangte dafür aber auch den entsprechenden Einfluss. Die Rettung brachte Früh in weiten Teilen von Beginn weg eine Art Heldenstatus ein.

Es gab aber auch Kritik. Insbesondere die Strukturen des Clubs, die mit der Übernahme einhergingen, waren umstritten. Bis zum Einstieg Frühs existierte zwar neben der FC St.Gallen AG mit der Betriebs AG schon eine weitere – und sehr umstrittene – Organisation, sie hatte aber nicht den Einfluss, den die an ihre Stelle tretende FC St.Gallen Event AG erhalten sollte. Diese lag von Beginn weg in den Händen weniger privater Investoren. Und sie wurde faktisch zur Muttergesellschaft der FC St.Gallen AG. Zwar blieb letztere im Publikumsbesitz, die Publikumsaktionäre büssten aber an Bedeutung ein.

Nur eine ausserordentliche GV

Realistischerweise hatten die Kleinaktionäre zwar auch vorher nur wenig zu sagen (wir haben auch deshalb unlängst mehr Demokratie gefordert). Zumindest theoretisch bestand jedoch immer die Möglichkeit, an einer Generalversammlung einen Entscheid in die gewünschte Richtung zu lenken. Faktisch wurden die Entscheide über den FC St.Gallen neu aber in der Event AG getroffen. Das zeigt gerade auch die aktuelle Situation. Der FC St.Gallen verweist in seiner Medienmitteilung bloss auf eine ausserordentliche Generalversammlung der Event AG. Zwar wird danach auch die FC St.Gallen AG eine Wahl durchführen, die wird aber wohl nur noch Formalität sein.

Der Dachverband 1879 befürchtete auch deshalb vor rund sieben Jahren: «Die langfristige Ausrichtung des FCSG liegt somit in der Hand von privaten … Investoren, die ihren Spass am FCSG vielleicht bald verlieren.» Insbesondere Dölf Früh hatte über seine eigenen Anteile an den beiden Gesellschaften sehr viel Macht angehäuft.

Die Skepsis war aber auch gross, weil die Misswirtschaft in den Jahren vor der Übernahme kaum personelle Konsequenzen hatte. Das Unverständnis darüber, dass verantwortliche Personen weiter beschäftigt wurden, war vielerorts sehr gross. Es sollte sich jedoch bald zeigen, dass auch Früh aufräumen wollte. Nach und nach ersetzte er die verantwortlichen Personen jener Tage. Heute ist von der ehemaligen Führungsriege praktisch niemand mehr an Bord. Zwar wollte Früh nie über einzelne Personalien sprechen, er liess aber immer wieder durchblicken, wie wichtig ihm die richtigen Leute sind, gerade in Führungspositionen. Und richtig war vor allem, wer ähnlich tickte.

Wenig Nebenschauplätze und klare Zuständigkeiten

Gegen aussen führte das dazu, dass eine bis dahin ungekannte Professionalität Einzug hielt. Die Zuständigkeiten waren und sind klar geregelt. Und sie werden beim FC St.Gallen heute gelebt, nicht nur festgehalten. Der Präsident selbst hingegen tritt in der Öffentlichkeit kaum auf. Es wurde ruhig um den FC St.Gallen. Wenn die Espen in den Schlagzeilen standen, dann fast nur noch wegen der Leistungen auf dem Platz. Die Nebenschauplätze, die in der Vergangenheit so oft das mediale Bild geprägt hatten, verschwanden zusehends. Selbst nach den vielen Spruchbändern im Spiel gegen den FC Thun blieb es erstaunlich ruhig.

Wer direkt mit Früh zu tun hatte, kannte aber auch dessen andere Seite. Früh konnte sich in Diskussionen derart enervieren, dass sich auch schon mal Unbeteiligte ob des Lärmpegels umdrehten. Oft genug prallten in diesen Diskussionen grundsätzlich andere Einstellungen aufeinander. Wir können es nur vermuten, aber das Arbeiten mit und für Früh war ziemlich sicher nicht nur einfach.

Die Strukturen des FC St.Gallen sind in der Präsidialzeit Frühs im Kern unverändert geblieben. Zwar haben sich die konkreten Besitzverhältnisse etwas verschoben, noch immer aber wird ersichtlich, wie viel Macht sich bei Früh konzentriert. Wir haben diese Verhältnisse (und die aller Super League-Clubs) für unsere aktuelle Ausgaberecherchiert.

Früh hält selber 8,25 Prozent an der FC St.Gallen AG. Er hat aber auch grossen, wenn nicht bestimmenden Einfluss auf die 41,35 Prozent, die von der FC St.Gallen Event AG gehalten werden. In dieser ist er mit fast 40 Prozent nämlich bei weitem der grösste Aktionär. Trotzdem haben sich bisher die schlimmsten Befürchtungen nie bewahrheitet. Im Gegenteil. Wiederholt hat sich Früh dafür ausgesprochen, dass ein Fussballclub kein Investitionsobjekt sei. So sagte er beispielsweise vor zwei Jahren im Interview mit uns: «Ich verwalte hier nur eine Institution, die der Ostschweiz und der Allgemeinheit gehört.»

Ein Club sollte «kein Kommerz-Objekt» sein

Er scheint dies auch heute noch so zu sehen. Vor wenigen Wochen befragte ihn die NZZ zum Fall des FC Wil. Früh sagte unter anderem: «Ein Schweizer Klub ist ein Gut der Region, da geht’s um Tradition, um gesellschaftliche Verpflichtung, um Verlässlichkeit. Er sollte kein Kommerz-Objekt sein.» Noch erfreulicher für die Fans dürfte sein, dass sich die Verantwortlichen untereinander abgesichert haben, sollte einer der Beteiligten aussteigen. Wir haben im jüngsten Artikel in dieser Kolumne schon resümiert: «Ein Verkauf des FC St.Gallen ist damit zwar nicht unmöglich, aber eben schwieriger als sonstwo.»

Obwohl Früh den Club nicht als Investitionsobjekt begriff, hat er ihn immer auch wie ein Unternehmen verstanden, das es auf Vordermann zu bringen gilt. Und unternehmerisch scheint er das geschafft zu haben. Der FC St.Gallen steht 2017 auf soliden finanziellen Beinen. Der unternehmerische Fokus wurde Früh immer mal wieder aber auch übel genommen. Zwar wünschte man sich in St.Gallen zum Zeitpunkt der Übernahme nichts sehnlicher als Stabilität. Aber nach einer ersten Phase der Konsolidierung und befeuert durch die sensationelle Europa League-Qualifikation im Jahr 2013 war das Verlangen der Fans nach sportlichen Höhepunkten eben doch wieder grösser.

Mit der Mittelmässigkeit wollten sie sich nicht mehr zufriedengeben. Das wiederholt ausgegebene Ziel des Ligaerhalts stand für viele gleichbedeutend mit Ambitionslosigkeit. Gepaart mit dem fast schon trotzig anmutenden Festhalten am erfolglosen Zinnbauer zum Ende der letzten Hinrunde, schien es offensichtlich, dass der Fokus auf die finanzielle Gesundheit auch seine Kehrseite hat. Zum ersten Mal nach der Skepsis bei der Übernahme kämpfte Früh wieder mit einem etwas härteren Gegenwind.

Wer tritt die Nachfolge an?

Ob nun ein Verkauf bevorsteht, ist nicht sicher. Zwar will Früh das Präsidentenamt abgeben, einzelne Medien berichten aber, dass er die Aktienpakete behalten wolle. Ob sich ein neuer Präsident darauf einlassen wird, ist zumindest fraglich. Ohne die Übertragung der Aktienpakete bliebe Früh der starke Mann. Sicher ist bisher nur, dass die Übergabe des Präsidentenamts ansteht. Und sie kommt vermutlich etwas eher, als Früh das geplant hatte. Noch vor zwei Jahren sagte er zu uns: «Ich habe es in jeder Unternehmung zu meiner Aufgabe gezählt, die Nachfolge zu regeln.» Die Umstände, die jetzt zum Wechsel an der Spitze führen, verunmöglichen diese Planung, sollte sie denn nicht sowieso schon weit vorangeschritten sein.

So oder so: In den nächsten Wochen wird sich zeigen, wie Früh in die Geschichte des FCSG eingehen wird. In den Jahren seit seiner Übernahme hat er viel dafür getan, die anfängliche Skepsis abzubauen. In erster Linie, weil der Club ohne finanziellen Sorgen dasteht. Zudem aber auch, weil die Verantwortlichen mit Bedacht kommunizieren. Lieber sagt man beim aktuellen FC St.Gallen mal gar nichts, als eine unnötige Diskussion zu befeuern. Mit einer guten Nachfolgeregelung kann sich Früh endgültig ein Denkmal setzen. Sein Fokus auf das Unternehmerische, sein teilweise etwas stures Festhalten an getroffenen Entscheiden und seine selbst proklamierte Ahnungslosigkeit bezüglich der sportlichen Seite des Fussballgeschäfts würden ihm dann wohl verziehen.

Sollte der Club aber in dubiose Hände geraten, könnten die Befürchtungen aus der Zeit der Übernahme doch noch Tatsache werden. Und darunter würde nicht nur Frühs Erbe leiden, sondern eben vor allem auch der FC St.Gallen und seine Fans.


Dieser Beitrag erschien am 10. April 2017 beim Ostschweizer Kulturmagazin Saiten. Das SENF-Kollektiv kommentiert dort in der Rubrik «Am Ball» das Geschehen auf und neben dem Platz.

 


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Bereits zum siebten Mal erschien vergangenen Donnerstag eine neue Ausgabe des St.Galler Fussballmagazins. Um das Erscheinen der neusten Ausgabe zu feiern, wurde zum wiederholten Mal eine Podiumsdiskussion veranstaltet. Die eingeladenen Podiumsgäste diskutierten über das Zusammenspiel von Fussball, Fans und Medien.

Im Vorfeld des Rückrundenstarts drehte sich in der FCSG-Fangemeinde alles um den verlorenen Sohn und Heimkehrer Tranquillo Barnetta. Entsprechend gross war der Andrang für den Ticketverkauf, welcher im Vorfeld der Podiumsdiskussion stattfand. Viele Fans blieben anschliessend im Fanlokal, um die Podiumsdiskussion mit Christan Brägger (St. Galler Tagblatt), Jaan Schaller (Toxic.fm) und Ruben Schönenberger (SENF) bei einem Umtrunk zu verfolgen. Eigentlich wäre noch Josef Zindel, seines Zeichens ehemaliger Kommunikationsverantwortlicher des FC Basel, angekündigt gewesen, dieser musste jedoch krankheitsbedingt Forfait geben. Nichtsdestotrotz boten die anwesenden Referenten den Zuhörerinnen und Zuhörern interessante Einblicke in ihre persönlichen Erfahrungen und Ansichten im Themenkomplex der Fusballberichterstattung.

So wurde beispielweise thematisiert, ob das St. Galler Tagblatt das Hausblatt des FCSG sei oder ob die Fussballfans überhaupt eine Stimme beziehungsweise eine angemessene Vertretung in den Medien erhalten. Während ersteres von Christian Brägger vehement verneint wurde, traf Jan Schaller den Nerv der anwesenden Fans mit seinen kritischen Ausführungen zur Berichterstattung über die Fussballfans. So wurde Brägger unter anderem auf seine reisserische Berichterstattung nach der desolaten 0:7 Niederlage gegen den FC Basel vom vergangenen Frühling angesprochen (unseren Text dazu findet ihr hier). Natürlich wurde auch die aussergewöhnliche Art der Fussballberichterstattung des Adrenalin Teams anlässlich der Heimspiele des FC. St Gallen thematisiert. Die drei Podiumsteilnehmer lieferten sich eine kontroverse, humorvolle und fachlich auf einem hohen Niveau geführte Diskussion, welche von Bruno Zanvit (SENF) geleitet wurde und im Publikum sichtlich auf Anklang stiess.

Nach der Podiumsdiskussion erfolgte der nächste Höhepunkt des Abends: Die Enthüllung des Covers der neusten SENF-Ausgabe. Passend zum Inhalt und zur allgemeinen «Quillophorie» ziert der verlorene Sohn Tranquillo Barnetta das Titelbild der siebten Ausgabe. Barnetta spricht in unserem grossen Interview über seine Beweggründe für die Rückkehr zum FCSG und erzählt uns von seinen Plänen nach dem Ende seiner Fussballkarriere. In der neusten Ausgabe beleuchten wir des Weiteren getreu dem Titelthema «Mir und die Andere» nicht nur das Geschehen rund um den FCSG, sondern blicken über den St.Galler Tellerrand hinweg. Schliesslich lässt sich Fussball nur mit einem Gegner spielen – möge er auch noch so ungeliebt sein wie beispielsweise der Grasshopper Club Zürich.

Neben dem ausführlichen Interview mit Michael Lang, der die Trikots beider Vereine trug und mittlerweile für den Ligakrösus Basel aufläuft, werden etwa die Besitzverhältnisse der Super League analysiert oder interessante Einblicke in den schweisstreibenden Alltag des St. Galler Maskottchen Gallus gewährt. Schliesslich liefern wir auch abseits des Titelthemas spannende Einblicke: Mit Roman Buess analysieren wir die vergangene Hinrunde und die Thurgauer Journalistin Mona Vetsch erklärt uns, weshalb sie gelegentlich auch mal ihre Kinder foult.

Die aktuelle Ausgabe kann an den Heimspielen, im Extrazug und dem Fanlokal sowie hier online gekauft werden.


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Alles kann man wechseln – den Partner, den Beruf, die Automarke –, nur nicht den Fussballclub, hat der spanische Autor Javier Marias einmal gesagt. So ernst nehmen viele Fans die Verbundenheit mit ihrem Fussballclub. Fussball ist aber nun mal ein Spiel, das nur funktioniert, wenn auch ein Gegner auf dem Platz steht. Kurzum: «Mir» sind zwar immer und unzweifelhaft die Besten, ohne «di Andere» geht es aber halt auch nicht.

Die siebte Ausgabe des SENF widmet sich genau diesem Spannungsfeld. Wir beschäftigen uns deshalb unter anderem mit unserem «Lieblingsfeind» GC, mit dem wir eine lange Geschichte aber wenig Gemeinsamkeiten teilen. Zudem lassen wir Michael Lang zu Wort kommen, der bei ebendiesem GC gespielt hat, nachdem er den FCSG verlassen hatte und bevor er zum FC Basel wechselte.

In unserem grossen Interview lassen wir den zurückgekehrten Tranquillo Barnetta ausführlich erzählen, wie er die «Anderen» im Ausland wahrgenommen hat. Und Quillo verrät uns auch seine Pläne für die Zeit nach dem Karriereende.

Schliesslich liefern wir auch abseits des Titelthemas spannende Einblicke: Mit Roman Buess analysieren wir die vergangene Hinrunde, unser Vereinsmaskottchen Gallus erzählt von seinem Alltag als Berufsenthusiast und die Thurgauer Journalistin Mona Vetsch erklärt uns, weshalb sie gelegentlich auch mal ihre Kinder foult.

Der Release der siebten Ausgabe findet am Donnerstag, 2. Februar im Fanlokal statt. Zu Gast sein werden Christian Brägger (St.Galler Tagblatt), Jaan Schaller (Toxic.fm), Josef Zindel (früherer Kommunikationsverantwortlicher FC Basel) und Remo Zollinger (SENF). Sie diskutieren über einen weiteren «Anderen» im Fussballzirkus: die Medien. Kann man überhaupt objektiv über einen Fussballclub berichten? Darf man selber Fan sein, wenn man einen Verein medial begleitet? Und sowieso die Fans: Wie berichtet man über sie? Gesprächsstoff dürfte vorhanden sein. Natürlich kann am Release-Abend auch die neueste Ausgabe des SENF erstanden werden. Wer sich das Magazin lieber nach Hause liefern lässt, wird hier fündig. Und wem noch frühere Ausgaben fehlen, der kann seine Sammlung hier vervollständigen.