Share on FacebookTweet about this on Twitter

 

Als erster Super League-Vertreter steigt der FC St.Gallen in eSports ein. Der älteste Fussballclub der Schweiz übernimmt auch in der virtuellen Fussballwelt eine Pionierrolle. Aber nicht nur deshalb macht der FC St.Gallen mit. Es geht dabei auch – manche sagen vor allem – um die Erweiterung des Marktes, um zusätzliche Sponsoren oder um Likes in den Sozialen Medien.

Wir haben uns in dieser auch für uns neuen Welt umgesehen. Wir sprachen mit den Profi-eSportlern und den Verantwortlichen des FCSG und setzten uns mit dem Präsidenten des Schweizer eSports-Verband zusammen. Und natürlich haben wir auch selbst recherchiert, eingeordnet und sogar mitgespielt.

Wie immer befassen wir uns neben dem Titelthema mit vielen weiteren Geschichten rund um den FC St.Gallen, die Stadt St.Gallen und den Fussball im Allgemeinen. Unsere achte Ausgabe erscheint am 17. August. Schon jetzt kann sie vorbestellt werden.


HIER: SENF #08 VORBESTELLEN


Share on FacebookTweet about this on Twitter

«Der FC St.Gallen gewinnt die Champions League. Nach dem Sieg gegen den FC Schalke 04 im Halbfinale war auch Paris Saint-Germain den Grün-Weissen hoffnungslos unterlegen.» Was wie die Off-Stimme aus den schönsten Träumen eines FCSG-Fans klingt, könnte tatsächlich Realität werden. Zugegeben, auf dem Rasen dürften die St.Galler Spieler kaum je für solche Nachrichten sorgen. Seit vergangenem Dezember tritt der FC St.Gallen aber auch in der virtuellen Welt des Fussballs an. Dort könnte möglich sein, was dem Verein sonst verwehrt bleibt.

Als erster Super League-Vertreter, der in eSports einsteigt, übernimmt der älteste Fussballclub der Schweiz auch in der virtuellen Fussballwelt eine Pionierrolle. Aber nicht nur deshalb macht der FC St.Gallen mit. Es geht dabei auch – manche sagen vor allem – um die Erweiterung des Marktes, um zusätzliche Sponsoren oder um Likes in den Sozialen Medien.

Wir haben uns in dieser auch für uns neuen Welt umgesehen. Wir sprachen mit den Profi-eSportlern und den Verantwortlichen des FCSG und setzten uns mit dem Präsidenten des Schweizer eSports-Verband zusammen. Und natürlich haben wir auch selbst recherchiert, eingeordnet und sogar mitgespielt.

Wie immer befassen wir uns neben dem Titelthema mit vielen weiteren Geschichten rund um den FC St.Gallen, die Stadt St.Gallen und den Fussball im Allgemeinen. Erscheinungstermin für die achte Ausgabe des SENF ist der 17. August. Zum ersten Mal wird der Release im Bierhof stattfinden, wohin das Fanlokal per Saisonstart umziehen wird. Ganz unserem Titelthema entsprechend ermöglichen wir euch eine FIFA-Partie gegen die Profis des FC St.Gallen. Dazu müsst ihr einfach am Vortag des Release, also am Mittwoch, 16. August, schon in den Bierhof kommen und euch im Ausscheidungsturnier beweisen. Am Release erwartet euch nebst dieses David gegen Goliath-Duells wie immer auch ein Einblick in unser Heft und ein kurzes Gespräch zum Titelthema.

Wer am 17. August noch in den Ferien weilt, sonst verhindert ist oder ganz einfach auf Nummer sicher gehen will, der kann unsere neuste Ausgabe bereits jetzt vorbestellen.


HIER: SENF #08 VORBESTELLEN


Share on FacebookTweet about this on Twitter

Jeder FCSG-Fan weiss es. Seit YB im neuen Wankdorf spielt, hat der FC St.Gallen dort noch nie gewonnen. Das konnten Hutter & Mock bei ihrem Besuch im November 2005 natürlich noch nicht wissen. Was aber damals schon offensichtlich war: Bei YB setzt man auf Ladies Night und Gastgeschenke. Oder einfacher: auf Event.

Wankdorf

Hutter führte Tanja über Schnee und Glatteis in Richtung Wankdorf. Mock trug einen Haufen Sitzkissen und Wolldecken vor sich und Pia her. Es war klirrend kalt und die Glocken läuteten. «Mitternachtsmesse im Stade de Suisse! Wer hatte eigentlich die Idee gehabt zu diesem besinnlichen Ausflug?» Mock hatte nur gewartet, dass Hutter damit beginnen würde. «Ich, Hutter, ich allein, und ich würde jederzeit wieder gleich entscheiden. Falls du umkehren willst, – bitte, Bern hat bestimmt ein wunderbares Kulturprogramm in gut geheizten Räumen.»

Plötzlich standen sie vor der leuchtend weissen Fassade des Schweizer Fussballtempels. Tanja und Pia wurden von hilfsbereiten Stewards in gelben Westen hineingeführt. Es war Ladies Night! Hutter und Mock tappten wie abservierte Liebhaber hinter ihren Frauen her. Sie trauten ihren Augen nicht. Sie sassen in der Kathedrale des Schweizer Fussballs und waren fast allein. Hutter hatte seine eigene Methode, um die Stimmung im Family Corner aufzuheizen: «Wirklich überzeugend, diese Super League! Statt gratis Heizkissen und Kafi Schnaps zu verteilen, reissen sie uns mit ihrem neuen Stadion-TV auch noch den letzten Nerv aus.» Hakan Yakin legte sich auf Grossleinwand Gurken aufs Gesicht und Adrian Eugster plapperte im Smoking über seine alten Kollegen aus St.Gallen. «Entertainment vor dem Match gehört heute einfach dazu, Schalke machts, Real auch und Austria Lustenau sowieso.»

Hutter dachte an das 1:0 von Hottiger gegen Italien und an die schwankende Stahlrohrtribüne im alten Wankdorf. Ein verzweifelter Speaker bat die entfesselten Schweizer Fans inständig, mit dem Stampfen aufzuhören. Das war Unterhaltung! Trainer Loose hatte seiner Truppe gegen die Kälte viel Vorwärts-Bewegung verordnet. Callà stach wie ein Pfeil hinein in die freien Räume auf dem Flügel. Marazzi dribbelte sich schwindlig. Alex fightete. Aber der letzte Pass wollte einfach nicht gelingen. Dann unterschätzte Cerrone eine harmlose Flanke von Aziawonou und Varela versenkte den Ball mit dem Kopf hinter Razzetti. 1:0. Hutter stand auf: «Das wars wohl, ich organisiere Überlebensnahrung. Tanja, wie wärs mit einer kleinen Stadionbesichtigung?» In der Pause spielte der neue Mister Schweiz mit drei weiblichen Matchbesucherinnen um Tickets für das Robbie-Williams-Konzert! Mock gähnte und Pia fragte nur, warum sie bei einem Wettbewerb eigentlich nie gewinne. In der zweiten Hälfte wärmten die Grünweissen ihre zahlreichen Anhänger endlich mit gefälligem Spiel auf. Sie schnürten die Gastgeber minutenlang im Strafraum ein, fanden die Lücke zum Tor aber doch nicht. Mock spürte seine Zehen nicht mehr. Pia massierte ihre gefrorene Nase. Ein YB-Spieler blieb verletzt am Boden liegen. Sanitäter rollten eine Bahre aus dem Jahre 1954 aufs Feld und über die Grossleinwand flimmerte die Werbung für ein neues Schmerzmittel. Mock faltete die Wolldecke zusammen. «Pia, ich habe dich an einen schrecklichen Ort ausgeführt. Komm, wir suchen unsere Freunde!»

Mock wunderte sich, als ein Steward Pia eine gelbe Rose überreichte. Da traf ihn ein Schneeball am Kopf. Mock sah zornig auf und erblickte Hutter und Tanja, die lachten und ihn mit weiteren Schneebällen herausforderten. Mock und Pia nahmen die Einladung an.


Die Geschichten von Hutter & Mock waren über Jahre fixer Bestandteil der St.Galler Matchvorbereitung. Die ersten 37 Folgen bis zum Abschluss der Rückrunde der Saison 2003/04 sind in einem Sammelband im Saiten-Verlag erschienen. Der Autor Daniel Kehl hat uns freundlicherweise die nachfolgenden, bisher nicht in Buchform erschienenen Episoden überlassen. Wir veröffentlichen in jeder Ausgabe des SENF eine Hutter & Mock-Episode, die erste im SENF #02. Zusätzlich erscheint jeden zweiten Monat eine Episode hier auf diesem Blog.

Die aktuelle Episode «Schneeball für Robbie Williams» erschien anlässlich des Heimspiels in der 17. Runde der Saison 2005/06 gegen Neuchâtel Xamax.

Hutter & Mock