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Zur Hälfte einer Saison wird gerne zurückgeblickt. Die Retrospektive auf das erfolgsarme Jahr 2016 ersparen wir euch aber und schauen lieber in die Zukunft. Denn die gibt Grund zur Hoffnung – zumindest, wenn man unserer Statistik Glauben schenkt.

Seit der erfolgreichen Europa League-Qualifikation im Jahr 2013 malen sich die FCSG-Fans in der Winterpause gerne aus, wohin denn die Reise im nächsten europäischen Jahr gehen könnte. Doch die Ernüchterung folgte jeweils kurz nach dem Beginn der Rückrunde. Nach einer guten Vorrunde vergaben die Espen in den drei dem Erfolgsjahr folgenden Saisons in der zweiten Saisonhälfte die Chance auf weitere europäische Nächte. Nach dem schlechten Start in die aktuelle Saison witzelten entsprechend viele Fans, dieses Mal werde man wenigstens nicht enttäuscht, wenn die Hoffnungen schon zur Winterpause verflogen sind. Nur: Nach der Aufwärtstendenz in den letzten Spielen stimmt das so nicht mehr. Schon gar nicht, wenn man einen Blick auf die Statistik wirft.

Seit der Saison 2003/04 besteht die oberste Schweizer Liga nur noch aus zehn Mannschaften. Im Vergleich der Rangierungen zur Winterpause und zum Saisonende zeigt sich: Wer zur Saisonhälfte auf Platz 6 steht – wie aktuell der FC St.Gallen –, hat reelle Chancen auf den Europapokal. Satte fünfmal beendete der anfangs des Winters Sechstplatzierte die Saison auf dem fünften Rang. Dem Rang also, der oft zur Teilnahme an der Europa League berechtigt, weil sich zumeist ein weiter vorne klassiertes Team bereits durch den Schweizer Cup einen Startplatz gesichert hat. Das könnte auch dieses Jahr sehr gut der Fall ein. Mit YB, Sion, Basel und Luzern hat die Hälfte aller im Cup verbliebenen Teams realistische Chance auf einen Platz unter den ersten Vier.

Selbst für jene, die nicht an eine erfolgreiche Rückrunde glauben, verspricht die Statistik Hoffnung: Seit Einführung der Super League landete nie ein Team auf dem letzten Rang, das zur Winterpause auf dem sechsten Rang oder besser klassiert war. Hier sind die Konkursfälle von Servette Genf und Neuchâtel Xamax ausgenommen, beim Einbezug des ersteren Falls hätte die Aussage aber nach wie vor ihre Richtigkeit.

In den oberen Tabellen-Regionen, in denen der FCSG bekanntlich in den letzten Jahren kaum je mitspielt, sagt die Statistik ebenfalls Interessantes aus. Zwar wird der zur Winterpause auf Platz 1 platzierte Club meistens auch Meister (in 9 von 13 Fällen) – aber der Zweitplatzierte wird öfter Erster oder Dritter (in 4 von 13 Fällen) als dass er auf dem zweiten Platz verbleibt (in 3 von 13 Fällen). Den Abstiegskampf, mit dem der FCSG gemäss unserer Statistik nichts zu tun haben dürfte, könnten der Neunte Thun und der Achte Lugano unter sich ausmachen. Der im Winter Letztplatzierte rettet sich nämlich öfter auf den neunten Platz (in 5 von 13 Fällen), als dass er am Tabellenschluss bleibt (in 3 von 13 Fällen). Am häufigsten abgestiegen ist seit Einführung der Zehnerliga der Zweitletzte (in 4 von 11 Fällen; zwei Abstiege wegen Konkurs nicht beachtet). In diesem Sinne: Europa wir kommen!


 


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Der Winter ist in der Regel fussballfreie Zeit. Der Ball ruht nicht zuletzt aufgrund der widrigen klimatischen Bedingungen in der Schweiz. Während der Meisterschaftspause reisen deshalb viele Clubs in den Süden um sich auf die Rückrunde vorzubereiten. Ein Teil des SENF-Kollektivs ist dem FCSG in die wärmeren Breitengrade gefolgt.

Mit Malta hat der FC St.Gallen ein eher ungewöhnliches Ziel für sein Trainingslager ausgesucht. Alle anderen Teams – abgesehen vom konkursbedrohten FC Thun – haben Südspanien bereist. Und sind dort wohl glücklicher geworden als unser FCSG auf der kleinen Mittelmeerinsel. Zumindest was die geplanten Testspiele angeht: Uni Craiova, ein Traditionsverein aus Rumänien, sagte kurzfristig eines der beiden angesetzten Testspiele ab. Terek Grozny gleich sein ganzes Trainingslager auf Malta. Und das Spiel gegen die lokalen Hibernians Paola fand wegen des ungastlichen Wetters nicht in ihrem schmucken Heimstadion, sondern wie die andere Partie auch im grossen, leeren Nationalstadion statt. Beim 6:2-Sieg der Grün-Weissen war der Gegner aber kein wirklicher Gradmesser, das Ganze glich eher einer besseren Bewegungstherapie. Immerhin hat’s nun aber doch noch geklappt, der FCSG hat den Inselaufenthalt kurzfristig um einen Tag verlängert, um sich am Samstag  mit dem Karlsruher SC messen zu können. Jenem Verein, der in der Winterpause Joe Zinnbauer leicht umgarnt hatte – wenn man den Gerüchten glauben schenkt…

Der guten Laune der Mannschaft und den mitgereisten Fans tat dies keinen Abbruch. Mit dem Hotel scheinen die Tschutter zufrieden zu sein und auch der Ausgang im Malta-Mallorca «Paceville» hat ihnen sichtlich gefallen. Auch wenn sie sich bei den Fans, die teils in den gleichen Lokalen verkehrten, kaum blicken liessen. Ebenso unterliessen sie es, die 13 reisefreudigen Fans beim Spiel gegen Hibernians eines Blickes zu würdigen. Klar, ein Trainingslager ist, wie der Verein diese Woche selbst schrieb, kein Ponyhof. Aber es hätte nur wenig gebraucht, um den mitgereisten Fans eine kleine Freude zu machen.

Ein Trainingslager in Malta ist auch aussergewöhnlich, weil man als Verein dort fast alleine ist. Die Suche nach Testspielgegnern erschwert sich dadurch, die Trainingsbedingungen sind hingegen ideal. Der FCSG konnte auf dem Trainingsplatz tun und lassen was und wie er wollte, er stand ihnen wie zuhause rund um die Uhr zur Verfügung. Das sei sehr positiv, sagte Mediensprecher Daniel Last, und in Spanien beinahe unbezahlbar. Nur der FC Basel leiste sich diesen Luxus. Ein Luxus, der es erlaubte, auch mal eine Trainingseinheit nur für die Jungen zu machen oder einfach sonst spontan zu sein. Wie sehr davon Gebrauch gemacht wurde, ist indes nicht bekannt. Es sei denn, Joe hat die Mannschaft mal wieder zu einem nächtlichen Straftraining verdonnert.

Dazu gab es zumindest nach dem zweiten Testspiel keinen Grund. Das Spiel wurde mit 6:2 diskussionslos gewonnen, dies obwohl die St.Galler Abwehr vor der Pause zweimal schlief und dem harmlosen Gegner so zwei Tore ermöglichte. Es schien aber weder die Fans noch Dölf Früh zu stören, denn der Präsident zeigte sich spendabel und quittierte die «Dä Präsi zahlt e Rundi»-Sprechhöre mit einer 200-Euro-Note. Das verdutzte Stadionpersonal, das nur wegen der mitgereisten FCSG-Fans überhaupt die Bar geöffnet hatte, staunte Bauklötze. Bei schön herausgespielten Toren und Freibier liess es sich definitiv aushalten, auch wenn ein eisiger Wind pfiff und die Spieler auf dem Rasen kurzzeitig regelrecht abgeduscht wurden.

Das Trainingslager in Malta wird, vermutlich, nicht als das Beste in die Vereinschronik eingehen. Aber sehen wir’s mal so: In den letzten Jahren hatte kaum einer etwas zu meckern nach der Trainingslager. Es folgten desaströse Rückrunden. Vielleicht ist’s diesmal ja andersrum.


Anmerkung (20.01., 18.54 Uhr): Ein ebenfalls mitgereister Fan hat uns geschrieben, die Mannschaft habe den Fans gegenüber mehrfach ihre Wertschätzung gezeigt. So seien die Fans mit Shirts beschenkt und nach dem ersten Spiel zum Fototermin in die Kabine gebeten worden. Auch sei im Ausgang durchaus miteinander angestossen worden. Zu diesem (späten) Zeitpunkt waren wir nicht mehr vor Ort. Wir haben uns im Text explizit auf den Dienstagabend bezogen. Dass wir dies nicht deutlicher kenntlich gemacht haben, ist unser Versäumnis.


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Alles kann man wechseln – den Partner, den Beruf, die Automarke –, nur nicht den Fussballclub, hat der spanische Autor Javier Marias einmal gesagt. So ernst nehmen viele Fans die Verbundenheit mit ihrem Fussballclub. Fussball ist aber nun mal ein Spiel, das nur funktioniert, wenn auch ein Gegner auf dem Platz steht. Kurzum: «Mir» sind zwar immer und unzweifelhaft die Besten, ohne «di Andere» geht es aber halt auch nicht.

Die siebte Ausgabe des SENF widmet sich genau diesem Spannungsfeld. Wir beschäftigen uns deshalb unter anderem mit unserem «Lieblingsfeind» GC, mit dem wir eine lange Geschichte aber wenig Gemeinsamkeiten teilen. Zudem lassen wir Michael Lang zu Wort kommen, der bei ebendiesem GC gespielt hat, nachdem er den FCSG verlassen hatte und bevor er zum FC Basel wechselte.

In unserem grossen Interview lassen wir den zurückgekehrten Tranquillo Barnetta ausführlich erzählen, wie er die «Anderen» im Ausland wahrgenommen hat. Und Quillo verrät uns auch seine Pläne für die Zeit nach dem Karriereende.

Schliesslich liefern wir auch abseits des Titelthemas spannende Einblicke: Mit Roman Buess analysieren wir die vergangene Hinrunde, unser Vereinsmaskottchen Gallus erzählt von seinem Alltag als Berufsenthusiast und die Thurgauer Journalistin Mona Vetsch erklärt uns, weshalb sie gelegentlich auch mal ihre Kinder foult.

Der Release der siebten Ausgabe findet am Donnerstag, 2. Februar im Fanlokal statt. Zu Gast sein werden Christian Brägger (St.Galler Tagblatt), Jaan Schaller (Toxic.fm), Josef Zindel (früherer Kommunikationsverantwortlicher FC Basel) und Remo Zollinger (SENF). Sie diskutieren über einen weiteren «Anderen» im Fussballzirkus: die Medien. Kann man überhaupt objektiv über einen Fussballclub berichten? Darf man selber Fan sein, wenn man einen Verein medial begleitet? Und sowieso die Fans: Wie berichtet man über sie? Gesprächsstoff dürfte vorhanden sein. Natürlich kann am Release-Abend auch die neueste Ausgabe des SENF erstanden werden. Wer sich das Magazin lieber nach Hause liefern lässt, wird hier fündig. Und wem noch frühere Ausgaben fehlen, der kann seine Sammlung hier vervollständigen.


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Mit dem Sieg auswärts bei Neuchâtel Xamax hatte sich der FC St.Gallen etwas Luft verschafft im Abstiegkampf der Saison 2005/06. Mock zeigte schon wieder verhaltenen Optimismus: Drei Spiele, sieben Punkte und Basel ärgern wollte er sich vornehmen.

Hutter bummelte durch die Gassen. Er suchte verzweifelt nach kleinen Aufmunterungen, nach winzigen Signalen, nach kleinen Zeichen des Aufschwungs. Seit Wochen sprach die Schweiz nur von den Rotjacken und deren Betriebsunfällen. Daneben war alles egal: Brühls 1:9 gegen einen jämmerlichen Klub von der Zürcher Goldküste. – Schwamm drüber. Goalie Razzettis Aussetzer gegen YB. – Na und, auch Stefano macht mal einen Fehler. Gimenez Arbeitsverweigerung in Bremen. – So ist das Leben, voller Überraschungen.

Hutter trat in den «Tibet Corner» und entspannte sich. Er bestellte ein paar Momos. Von den Wänden strahlte ihm Dorjee Tsawa entgegen. Hutter staunte über die lange Reise des unerschrockenen Kämpfers, der seine technischen Mängel überall mit unglaublichem Einsatz kompensierte. St.Gallen, Zürich, Neuchâtel, Schaffhausen. Quer durch die Schweiz und ganz langsam wieder zurück nach Hause. Neben den eleganten Holländern Regtop und Vurens war damals auch genug Platz für einen aus der Gegend, einen wie Tsawa. Trainer Hegi hatte die 98er-Mannschaft aus Charakterköpfen gebildet: der ruhige, besonnene Zwyssig, der geniale und aufreizend langsame Slawtschew, der provokative Antreiber Stiel. Hutter hatte Mock nach dem 98er-Fiasko versprochen, dass er auch zu Fuss an den nächsten Cupfinal von St.Gallen reise. Dass er auch barfuss gehe. Oder zwischendurch auf den Knien. Bald wäre er pensioniert und hätte alle Zeit dafür.

Hutter war wieder auf der Strasse und griff ein Buch mit einem roten Umschlag aus dem Discount-Korb der Buchhandlung. «Tischgespräche» – Neue Wahrheiten eines Befreiungstheologen aus Brasilien? Weisheiten von Fidel Castro oder Hillary Clinton? Nein, für zwölf Franken konnte sich Hutter einfühlen in die empfindliche Verdauung der Schweizer Nationalmannschafts-Helden. Dabei entdeckte er unerwartete Gemeinsamkeiten: Marco Streller war ihm auf Anhieb hochsympathisch, denn er hatte immer genügend Raclettekäse und einige kleine Bierchen in seinem Kühlschrank. Endlich wusste Hutter auch, warum Alex Frei ein pfeilschneller Goalgetter war und Mock nur ein schwerfälliger Verteidiger. Bei Frei war bei jedem Essen Salat mit dabei. Und plötzlich konnte sich Hutter auch die eklatanten Leistungsschwankungen von Daniel Gygax erklären: Wahrscheinlich hatte Gygax kurz vor dem Match noch Dusty und Lucy, seine zwei Chihuahua-Hündchen, Gassi führen müssen.

«Perfekte Vorbereitung, Hutter, dabei ist das Frankreich-Spiel ja erst in einem Monat.» Mock hatte Hutter im dümmsten Moment erwischt. Er kostete den Moment aus. Hutter ging sofort in die Offensive. «Wenn du errätst, welcher Spieler sich mit ‘Lasagne à la Mama’ bei Laune hält, dann lade ich dich zu einem ‘Kalbskopf à la Enzo’ ein.» Mock wich aus. «Hutter, arbeitest du eigentlich noch oder stöberst du bloss den ganzen Tag in Wühlkisten und kaufst doch nie etwas? – Es ist mir übrigens wurstegal, wie sich überbezahlte Schweizer Fussballprofis ernähren. Es ist mir auch gleichgültig, wer für die Schweiz im Tor steht. Aber ich will endlich drei anständige Spiele des FC St.Gallen sehen, und zwar direkt hintereinander.» Mock faltete den Spielplan auf. «Yverdon, Zürich, Aarau, das macht sieben Punkte. Das Feld von hinten her aufrollen, unbemerkt, und Zubis rotblaue Schar endlich wieder gehörig ärgern.» Hutter schüttelte Mocks Arm. «Gratuliere zum Kalbskopf, du hast gewonnen: Lasagne à la Mama ist das Lieblingsgericht von Pascal Zuberbühler, genannt Zubi.»


Die Geschichten von Hutter & Mock waren über Jahre fixer Bestandteil der St.Galler Matchvorbereitung. Die ersten 37 Folgen bis zum Abschluss der Rückrunde der Saison 2003/04 sind in einem Sammelband im Saiten-Verlag erschienen. Der Autor Daniel Kehl hat uns freundlicherweise die nachfolgenden, bisher nicht in Buchform erschienenen Episoden überlassen. Wir veröffentlichen in jeder Ausgabe des SENF eine Hutter & Mock-Episode, die erste im SENF #02. Zusätzlich erscheint jeden zweiten Monat eine Episode hier auf diesem Blog.

Die aktuelle Episode «Kalbskopf à la Enzo» erschien anlässlich des Heimspiels in der neunten Runde der Saison 2005/06 gegen den Yverdon-Sport FC.

Hutter & Mock


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Der Jahreswechsel bietet stets eine gute Gelegenheit, auf die vergangenen zwölf Monate zurückzublicken. An dieser Stelle präsentieren wir euch deshalb die fünf Blogbeiträge, die ihr 2016 am meisten angeklickt habt.

Platz 5: PINK IST NICHT DAS NEUE GRÜN

Zu Beginn des vergangenen Jahres präsentierte der FCSG zwei speziell für Frauen hergestellte Fanartikel in Form von «stylischen New Era Caps». So weit so gut. Wir störten uns in der Folge weniger an der neuen speziell für Frauen hergestellten Kopfbedeckung, sondern an der damit verknüpften stereotypen Darstellung der weiblichen Fussballfans, welche sich durch das pinke Design manifestiert. Dieser Ansicht waren offenbar auch unsere Leserinnen und Leser machten den Blogbeitrag zum fünftbeliebtesten des vergangenen Jahres. Den ganzen Beitrag könnt ihr hier (nochmals) lesen.

Platz 4: TOP-FLOP

Fehleinkäufe gehören (leider) genauso zum FC St.Gallen wie das Bier zur Bratwurst. Entsprechend hohe Wellen schlug beim SENF-internen Nachrichtenticker die Meldung, dass unsere Kollegen vom Zwölf einen Beitrag über die grössten Fehleinkäufe des FCSG geplant hatten. Mit grosser Spannung erwarteten wir ihre Liste, um sie mit unseren eigenen Lieblingsfehleinkäufen zu vergleichen. Ähnlich ist es anscheinend auch euch ergangen, denn der Blogbeitrag mit den grössten FCSG-Fehleinkäufen wurde am viertmeisten angeklickt. Und er wurde auf Facebook so oft kommentiert wie kaum ein anderer. Die vollständige Liste könnt ihr euch hier (noch einmal) ansehen.

Platz 3: VERFRÜHTER 1. MAI IN ZÜRICH?

Auswärtsspiele in Zürich bergen immer ein gewisses Konfliktpotential. Für einmal waren es jedoch nicht die Fans, welche sich mit Drohgesten hervortaten, sondern die Stadtpolizei Zürich, welche anlässlich des Auswärtsspiels gegen die Grasshoppers im Frühling äusserst martialisch auftrat. Das Auftreten der Stadtpolizei Zürich warf anscheinend nicht nur bei uns einige Fragen auf, sondern auch bei unseren Leserinnen und Lesern. Den ganzen Augenzeugenbericht gibt es hier zum nachlesen.

Platz 2: DIE WAHRHEIT ÜBER WIL

Unser zweitbeliebtester Beitrag stammt aus der Feder unseres Gastautoren Etrit Hasler, welcher in seinem – nicht ganz ernstgemeinten – Blogbeitrag einen Erklärungsversuch für das fragwürdige Engagement der türkischen Investoren beim FC Wil liefert. Da schlüssige Erklärungen bis dato Mangelware gewesen sind, wurde der Blogbeitrag am zweitmeisten angeklickt. Wer Etrits Erklärungsversuch verpasst hat, kann ihn hier lesen.

Platz 1: STURM DER HALBWAHRHEITEN

facepalm

Da unser Magazin bekanntlich in einem halbjährlichen Publikationsrhythmus erscheint, nutzen wir den Blog von Zeit zu Zeit, um auf tagesaktuelle Ereignisse einzugehen. So auch Mitte April, als ein Tagblatt-Artikel nach der blamablen 0:7-Niederlage des FCSG gegen den FC Basel suggerierte, dass «eine verärgerte Hundertschaft die unterirdische Zufahrt zur AFG Arena blockierte und die Spieler daran hinderte, von der Stätte des Unheils wegzukommen». Die ebenfalls in der Tiefgarage anwesenden Kollektivmitglieder erlebten das Ganze ein wenig anders und stellten ihre Sicht der Dinge im meistgelesenen Blogbeitrag des Jahres 2016 dar.

In diese Auswertung eingeflossen sind sämtliche im Jahr 2016 erschienenen Blogbeiträge des SENF-Kollektivs. Aufgrund von auswertungstechnischen Einschränkungen konnten die auf Saiten.ch publizierten Beiträge nicht vollumfänglich einbezogen werden. Sämtliche zuerst beim Saiten-Magazin publizierten Blogbeiträge können hier eingesehen werden.